Helmholtz Dresden will Drehscheibe für Künstliche Intelligenz werden

HZDR bekommt neues Rechenzentrum und möchte überregional KI-Forschungsdienste anbieten
Dresden, 30. November 2024. Um größere Datenmengen analysieren und künftig über Sachsen hinaus KI-Dienste anbieten zu können, hat das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) ein neues Rechenzentrum bekommen. Darin lassen sich nun auch leistungsfähigere Computer mit großem Energieverbrauch installieren. Das geht aus einer HZDR-Mitteilung hervor.
Training von KI-Modellen auf der Agenda
Mit dem neuen Rechenzentrums-Bau, der binnen drei Jahren auf dem Helmholtz-Campus entstanden ist, reagieren die Forscher nach eigenem Bekunden auf „die steigenden Anforderungen des High Performance Computing, das bei der Analyse großer Datenmengen, komplexen Simulationen und zunehmend beim Training von Modellen der Künstlichen Intelligenz (KI)“. Mit einer Nutzfläche von rund 400 Quadratmetern und einer Anschlussleistung von etwa 1,4 Megawatt verfüge „die moderne IT-Infrastruktur nicht nur über mehr Platz, sondern auch über ein doppelt so hohes Potential an elektrischer Energie als das derzeitige Rechenzentrum“. Dabei habe das HZDR auch auf ein umweltfreundliches Kühlsystem für die Hochleistungs-Computer geachtet.
KI-Rechner besonders energiehungrig: Mehr Anschluss-Leistung nötig
Das HZDR will künftig verstärkt Rechentechnik einsetzen, die für das Training und den Einsatz von Künstlichen Intelligenz optimiert ist. Diese Computer gelten als vergleichsweise energiehungrig. Damit wollen die Helmholtz-Wissenschaftler nicht nur ihre eigenen Forschungsprojekte an neuer Energie- und Medizintechnik, an astronomischen Phänomenen und Materie unter extremen Bedingungen beflügeln, sondern künftig als „Service Provider für die überregionale KI-Forschung“ agieren, sprich: KI-Dienstleistungen auch für andere Institute bereitstellen.
Das HZDR hatte erst kürzlich angekündigt, sich mit dem „Elbjuwel“ einen der weltweit leistungsfähigsten KI-Supercomputer anzuschaffen. Zum HZDR gehört aber beispielsweise auch das Casus-Zentrum in Görlitz, das sich unter anderem mit komplexen Systemen wie dem Erd-Klima oder Vielteilchen-Phänomenen im Kosmos beschäftigt und ebenfalls hohen Bedarf an Supercomputer- wie auch KI-Kapazitäten hat.
Autor: hw
Quellen: HZDR, Oiger

Ihre Unterstützung für Oiger.de!
Ohne hinreichende Finanzierung ist unabhängiger Journalismus nach professionellen Maßstäben nicht dauerhaft möglich. Bitte unterstützen Sie daher unsere Arbeit! Wenn Sie helfen wollen, Oiger.de aufrecht zu erhalten, senden Sie Ihren Beitrag mit dem Betreff „freiwilliges Honorar“ via Paypal an:
Vielen Dank!

