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Sachsen hat seine Piraten-Bitcoins komplett vertickt

Bitcoins. Foto: Tim Reckmann, Bitcoin, Wikmedia, CC2-Lizenz, https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de
Bitcoins. Abb.: Tim Reckmann, Bitcoin, Wikimedia, CC2-Lizenz

2,6 Milliarden Euro durch Hinterlassenschaften von „movie2k“ erlöst

Dresden, 16. Juli 2024. Die Bitcoins aus den „movie2k“-Ermittlungen, die Sachsen in der Hände gefallen waren, sind vollständig in Euros umgerubelt worden. Das hat die Generalstaatsanwaltschaft Dresden mitgeteilt. Den Erlös beziffern die Ermittler auf reichlich 2,6 Milliarden Euro. Was mit dem Geld letztlich passiert, ist noch nicht entschieden.

„Notveräußerung“ startete Mitte Juni

Die „Sächsische Zentralstelle zur Verwahrung und Verwertung von virtuellen Währungen“ hatte ab Mitte Juni 2024 mit dem Frankfurter Bankhaus „Scheich Wertpapierspezialist“ insgesamt 49.858 Bitcoins veräußert. An das Krypto-Geld waren das LKA und die Staatsanwälte im Zuge ihrer Ermittlungen gegen die Betreiber der Filmpiraterie-Plattform „movie2k“ herangekommen.

Nun hatten sie es bei „Notveräußerung“ veräußert – möglichst „marktschonend“, wie die Generalstaatsanwaltschaft heute betonte. Hintergrund der Beteuerung: In den letzten Wochen kursierte weltweit die Mutmaßung, dass die Sachsen durch den massenhaften Verkauf der einst illegal erworbenen Bitcoins heftige Kursschwankungen an der Kryptowährungs-Märkten ausgelöst haben könnten.

„Der Erlös stellt für den Freistaat Sachsen zunächst keine zusätzliche Einnahme im Landeshaushalt dar, sondern ist bis zum endgültigen Abschluss des Strafverfahrens eine verwahrte Hinterlegung“, unterstrichen die Staatsanwälte.

Quelle: GenSTA DD

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger