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„Effizientestes Solar-PVT-Modul der Welt“

Die Aufnahme zeigt aktive Zonen unserer Sonne. Solar Dynamics Observatory, NASA

Das Konzept von Sunmaxx: Das Sonnenlicht lässt sich für die Gewinnung von Wärme und Strom gleichermaßen nutzen. Falschfarben-Bild: Solar Dynamics Observatory, NASA

Sunmaxx stellt Perowskit-Solarmodul für Strom und Wärme mit hoher Ausbeute vor

Ottendorf-Okrilla/München, 17. Juni 2024. Das sächsische Solarunternehmen „Sunmaxx“ hat laut eigenen Angaben eigene Thermietechnologien mit Zellen von „Oxford PV“ zu einem Solarmodul kombiniert, das mit besonders hoher Ausbeute sowohl Strom wie auch Wärme liefert. Dieses „Solarhammer“ genannte Photovoltaik-Thermie-System (PVT) sei das „weltweit effizienteste und zu 100 Prozent in Europa hergestellte“ Solarmodul dieser Art, erklärte Sunmaxx in Ottendorf-Okrilla bei Dresden.

26,6 % elektrischer und 53,4 % thermischer Wirkungsgrad avisiert

Auf der „Intersolar Europe 2024“ in München wollen die sächsischen Ingenieure ihren „Solarhammer“ übermorgen dem Fachpublikum vorstellen. „Dieses innovative Modul kombiniert die fortschrittliche Wärmemanagementtechnologie von Sunmaxx mit den Perowskit-auf-Silizium-Tandemsolarzellen von Oxford PV“, kündigte Sunmaxx an. Das Modul komme auf einen elektrischen Wirkungsgrad von 26,6 Prozent und einen thermischen Wirkungsgrad von 53,4 Prozent. Damit handele es sich um „das effizienteste Solar-PVT-Modul der Welt“.

PVT-Module liefern Strom und Wärme

Sunmaxx hat sich auf eben solche Hybridmodule spezialisiert, die sowohl Strom wie auch Wärme liefern, also Photovoltaik (PV) und Solarthermie kombinieren. Eine Fertigungsstätte dafür hat das Unternehmen kürzlich in Ottendorf-Okrilla eingerichtet. Die Produktionsanlage hat laut Sunmaxx derzeit eine Kapazität von 50 Megawatt oder 120.000 PVT-Modulen pro Jahr.

Kurze Lebensdauer verhinderte bisher Masseneinsatz von Perowskit-Zellen

Am Einsatz von Perowskit-Mineralien anstelle – oder ergänzend – von Silizium arbeiten Forschungsinstitute und Unternehmen weltweit schon seit Jahren. Denn im Vergleich zu Silizium-Prozessen lassen sich Perowskit-Solarzellen energie- und ressourcensparender herstellen, zudem winken auch hohe Ausbeuten. Haupthindernis für einen breiten Einsatz ist bisher die kurze Lebensdauer solcher Solarzellen und -module.

Autor: hw

Quellen: Sunmaxx, Wikipedia, Messe München, Oiger-Archiv

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt