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Infratec nimmt Fabrikanbau Dresden in Betrieb

Die Geschäftsführer Matthias Krauß (links) und Matthias Heinze im Infratec-Reinraum mit einem Sensor-Wafer. Foto: Heiko Weckbrodt

Die Geschäftsführer Matthias Krauß (links) und Matthias Heinze in einem Infratec-Reinraum mit einem Sensor-Wafer. Foto: Heiko Weckbrodt

20 Millionen Euro teurer Ausbau stärkt Fertigung und Entwicklung von Wärmebild-Systemen

Dresden, 17. Juni 2024. „Infratec“ hat heute seinen 20 Millionen Euro teuren Ausbau in Dresden offiziell in Betrieb genommen. Dies hat das auf Thermokameras, Infrarotsensor- und -messtechnik spezialisierte Technologie-Unternehmen heute mitgeteilt. Der neue Fertigungs- und Entwicklungstrakt schaffe „Raum für Innovationen“, betonte die Infratec-Leitung.

Als Ingenieurbüro nach der Wende entstanden

Infratec geht auf ein 1990 durch die Ingenieure Matthias Heinze und Matthias Krauß gegründetes Ingenieurbüro zurück. Der erste Auftrag galt damals pyroelektrischen Detektoren. Daraus wurde 1991 die „Infratec GmbH Infrarotsensorik und Messtechnik“, die zunächst in Räumen TU Dresden residierte und kurz danach zu den ersten Mietern des damals ganz neuen Technologiezentrums Dresden (TZD) wurde.

Um präziser zu arbeiten, werden in manchen Wärmebild-Kameras die Infrarotsensoren bis auf die Temperatur von flüssigem Stickstoff heruntergekühlt. Foto: Heiko Weckbrodt

Um präziser zu arbeiten, werden in manchen Wärmebild-Kameras die Infrarotsensoren bis auf die Temperatur von flüssigem Stickstoff heruntergekühlt. Foto: Heiko Weckbrodt

Fokus liegt auf Infrarot-Sensorik und Messtechnik

Das Unternehmen spezialisierte sich auf Sensor- und Messtechnik auf Basis von Infrarot-Elektronik und schließlich auf komplette Wärmebild-Systeme, die zu fast 70 Prozent in den Export gehen. In der Folge wuchsen Kapazitäten und Belegschaft. Mittlerweile beschäftigt Infratec rund 240 Menschen.

Nach Kauf der Mieträume folgten eigene Investitionen

Bereits 2017 kaufte Infratec die von ihr bis dahin als Mieter genutzten Trakte im TZD und baute sie ab dem Folgejahr für zehn Millionen Euro aus. Dadurch entstanden Reinräume, Büros und Labore, um die eigene Produktion und Entwicklung auszubauen.

Der Infratec-Neubau im Dresdner Süden. Foto: Infratec

Der Infratec-Neubau im Dresdner Süden. Foto: Infratec

Solaranlage liefert Energie für den Reinraum

2022 war dann Baubeginn für einen weiteren Ausbaukomplex. Der 20 Millionen Euro teure Riegel umfasst auf rund 2.700 Quadratmetern neue Fertigungs‐ und Entwicklungsräume für Thermografiekameras und pyroelektrische Detektoren. Auch steht dort nun eine neu entwickelte, vollautomatische Kalibriermaschine für die radiometrische Kalibrierung von Wärmebildkameras zur Verfügung. Einen Teil der Energie für den Reinraum liefert eine 100-Kilowatt-Solaranlage auf dem Neubau.

„Bekenntnis zu Dresden als Wirtschaftsstandort“

Zugleich komplettiert dieser Anbau gemeinsam mit dem jüngst gebauten städtischen Riegel das Technologiezentrum Dresden-Süd an der Gostritzer Straße. Dies sei das bisher größte Bauprojekt des Unternehmens und ein „klares Bekenntnis zu Dresden als Wirtschaftsstandort“, betont Infratec.

Auto: Heiko Weckbrodt

Quellen: Infratec, Oiger-Archiv, Wikipedia

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt