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Digitalminister verspricht neues Breitband-Programm für 2023

Glasfaser-Netze gelten neben dem Mobilfunk der 5. Generation (5g) als Schlüssel zur Gigabit-Gesellschaft - also Datenverbindungen mit Geschwindigkeiten über einem Gigabit pro Sekunde, die ganz neue Dienste im Netz ermöglichen. Auch in Dresden setzen kommunale wie provate Ausbau-Akteure in hohem Maße auf glasfasergestützte Breitband-Lösungen. Foto: VodafoneGlasfaser-Netze gelten neben dem Mobilfunk der 5. Generation (5g) als Schlüssel zur Gigabit-Gesellschaft - also Datenverbindungen mit Geschwindigkeiten über einem Gigabit pro Sekunde, die ganz neue Dienste im Netz ermöglichen. Auch in Dresden setzen kommunale wie provate Ausbau-Akteure in hohem Maße auf glasfasergestützte Breitband-Lösungen. Foto: Vodafone
Glasfasern. Foto: Vodafone

Nach Kritik am Förderstopp ist Anschlusslösungen avisiert

Berlin/Dresden, 22. Oktober 2022. Nach dem abrupten – und auch in Sachsen stark kritisierten – Förderende für schnelle Internetleitungen in den Regionen hat das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) ein Anschlussprogramm für 2023 versprochen. „Die Förderung des Breitbandausbaus wird in jedem Fall im kommenden Jahr fortgeführt werden“, kündigte Pressesprecher Bastian Pauly auf Oiger-Anfrage. „Da das aktuelle Förderprogramm bis Ende des Jahres befristet ist, bereitet die Bundesregierung zurzeit ein Nachfolgeprogramm vor. Sie wird in Kürze die Gespräche dazu mit den Ländern, Kommunen und der TK-Wirtschaft aufnehmen.“

Programm sollte „graue Flecken“ ausradieren

Hintergrund: In dieser Woche hatte Bundes-Digitalminister Volker Wissing (FDP) den Länder- und Kommunalvertretern eröffnet, für das bisherige Breitband-Programm keine Anträge mehr anzunehmen, da die „im Haushalt für das laufende Jahr bereit gestellten Mittel in Höhe von gut drei Milliarden Euro zu diesem Zeitpunkt ausgeschöpft waren“, wie das Ministerium erklärte. Die Nachfrage sei groß gewesen: „Das Programm sich seit dem Programmstart außerordentlich dynamisch entwickelt.“

Mit der Richtlinie hatte der Bund zuvor Kommunen bezuschusst, die sogenannte „graue Flecken“ ausradieren wollen. Das heißt: Die Gemeinden konnten überall dort, wo das Internet besonders lahm oder gar nicht anliegt, subventioniert Glasfasern verlegen lassen, um Ladegeschwindigkeiten von 100 Megabit je Sekunde (Mbs) oder mehr möglich zu machen.

Das plötzliche Ende des Programms war auch in Sachsen auf heftige Kritik gestoßen. So hatten das sächsische Wirtschaftsministerium, die IHK Dresden und die Landtags-Grünen Anschlusslösungen gefordert.

Wieviel Geld in der Topf kommt, ist noch unklar

Ob das geplante Nachfolgeprogramm mehr Geld als der nun ausgeschöpfte Fördertopf haben wird, ist noch unklar. „Die Verhandlungen zur finanziellen Ausstattung der Breitbandförderung im nächsten Bundeshaushalt sind noch nicht abgeschlossen“, erklärte Pauly.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quelle: BMDV, Oiger-Archiv

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger