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Roboter per Twitter steuern

Demonstriert, was mit Sprachen wie Wandelscript möglich ist: Ein Roboter schreibt in Handschrift automatisch Tweets von Festival-Besuchern nieder. Foto: Wandelbots
Demonstriert, was mit Sprachen wie Wandelscript möglich ist: Ein Roboter schreibt in Handschrift automatisch Tweets von Festival-Besuchern nieder. Foto: Wandelbots

Wandelbots Dresden stellt hersteller-unabhängige Steuersprache für Roboter vor

Leipzig/Dresden, 16. September 2022. Dass sich Roboter auch kinderleicht über Twitter-Botschaften und andere simple Kanäle steuern lassen, hat Wandelbots Dresden auf dem jüngsten „Robotics-Festival“ in Leipzig demonstriert: Immer, wenn ein Besucher der Messe einen Tweet mit der Kennung #RoboticsFestival22 absetzte, schrieb ein Roboter die Kurznachricht in Handschrift nieder. Um solche und ähnlich einfache Steuerkonzepte zu ermöglichen, hatte das Dresdner Technologie-Unternehmen eine neue Sprache namens „Wandelscript“ entwickelt, mit der sich Industrieroboter nahezu aller Bauarten einweisen lassen – unabhängig vom Hersteller und dessen besonderer Programmiersprache. Das hat Wandelbots mitgeteilt.

„Wandelscript“ soll vor allem Handwerkern und Kleinbetrieben beim Robotereinsatz helfen

„Die Verknüpfung mit externen Diensten wie Twitter steht hier beispielhaft dafür, wie Wandelscript als Schnittstelle zwischen Roboter und Anwendung funktioniert und zeigt, wie einfach jede:r mit Robotern interagieren kann“, erklärte Wandelbot-Mitgründer Christoph Biering. „Diverse Tätigkeiten aus verschiedensten Bereichen, zum Beispiel aus der Industrie oder dem Handwerk, können so in Zukunft realisiert werden.“

Ein Wandelbots-Mitarbeiter macht dem Leichtbau-Roboter im Hintergrund mit einem "Tracepen"-Sensorstift eine neue Aufgabe an einer Scheibe vor. Foto: Wandelbots
Ein Wandelbots-Mitarbeiter macht dem Leichtbau-Roboter im Hintergrund mit einem „Tracepen“-Sensorstift eine neue Aufgabe an einer Scheibe vor. Foto: Wandelbots

Auch Sensorstifte und -jacken helfen beim Roboter-Anlernen

Wandelscript soll Entwicklern in den Einsatzbetrieben helfen, ihre Roboter einfach in die Anläufe und Programme einzubetten. Das Konzept zielt unter anderem auf Handwerker und kleinere Industriebetriebe, die sich keine eigenen Spezial-Roboterprogrammierer leisten können. Zuvor hatte Wandelbots bereits Sensorstifte und –jacken entwickelt, mit denen Arbeiter in der Produktion ihre Roboterkollegen anlernen können, indem sie ihnen die nötigen Arbeitsschritte vormachen. Die Dresdner Ingenieure suchen nun Betakunden und „strategische Partner“, die ihre neue Programmiersprache ausprobieren wollen.

Autor: hw

Quelle: Wandelbots

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger