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Mehr Kapital für Keramiktinten-Firma Senodis Dresden

Der Ceracode-Druckkopf für keramische Tinte, mit dem die Codes auf den Bauteilen aufgebracht werden. Foto: Senodis

Der Ceracode-Druckkopf für keramische Tinte, mit dem die Codes auf den Bauteilen aufgebracht werden. Foto: Senodis

Fonds sehen gute Marktchancen für die bei Fraunhofer entwickelte Kodierungstechnik

Dresden, 25. Februar 2022. „Senodis Technologies“ aus Dresden bekommt 1,5 Millionen Euro Risikokapital vom „High-Tech Gründerfonds“ (HTGF), „Technologiegründerfonds Sachsen“ (TGFS) und vom Bestandsinvestor „Fraunhofer Technologie Transfer Fonds“ (FTTF). Das haben der HTGF und Senodis mitgeteilt.

Björn Erik Mai, Christoph Kroh, Thomas Härtling, Johann Siemes, Marek Rjelka und Thong Le Hoang (von links nach rechts). Foto: Senodis

Björn Erik Mai, Christoph Kroh, Thomas Härtling, Johann Siemes, Marek Rjelka und Thong Le Hoang (von links nach rechts). Foto: Senodis

Die Senodis-Gründer Marek Rjelka, Christoph Kroh, Thomas Härtling, Björn Erik Mai (von links nach rechts) haben inzwischen ein Domizil am Ardenne-Ring im Technopark Dresden-Nord bezogen. Foto: Senodis

Die Senodis-Gründer Marek Rjelka, Christoph Kroh, Thomas Härtling, Björn Erik Mai (von links nach rechts) haben inzwischen ein Domizil am Ardenne-Ring im Technopark Dresden-Nord bezogen. Foto: Senodis

Unternehmen will nun für seine Bauteil-Codes weitere Branchen erschließen

Mit dem Geld will das Sicherheitskodierungs-Unternehmen sein System „Ceracode“ weiterentwickeln und vermarkten. „Darüber hinaus können wir nun neue Anwendungsbereiche innerhalb der Metallbranche für unser Bauteil-Identifikationsverfahren erschließen“; betonte Björn Erik Mai – er ist einer drei Chefs von Senodis.

Werbevideo von Senodis
für die Ceracodes:

Eingedruckte Datamatrix wird bei über 800 Grad fixiert

Ceracode basiert auf keramischer, hitzebeständiger Tinte, mit der sich QR-Codes-ähnliche Markierungen zum Beispiel auf Metallbauteile für den Automobilbau oder in anderen Industriezweigen drucken lassen. Diese „Datamatrix-Codes“ (DMC) werden dann im Ofen – zum Beispiel bei ohnehin anfallenden Umformungsschritten – bei Temperaturen über 800 Grad dauerhaft fixiert. Durch die maschinenlesbaren Codes lassen sich die Metallbauteile dann über die ganze Prozesskette hinweg verfolgen, zudem dienen sie als Echtheitssiegel. Sie sollen Temperaturen bis 1200 Grad und auch aggressiven Chemikalien widerstehen.

Ausgründung vom Fraunhofer-Keramikinstitut-IKTS

Das Verfahren geht auf Forschungen im Fraunhofer Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) in Sachsen und Thüringen zurück, aus dem sich die Firma 2019 ausgegründet hat. Die vier Gründer sind in Personalunion auch die Chefs, Mitarbeiter und Berater des Unternehmens. Zu den Industriepartnern gehört VW. Manager Nils Lang vom Investor HTGF hält die Technologie der Dresdner für vielversprechend: „Die damit einhergehende Digitalisierung und Optimierung der Fertigungsprozesse werden Kunden einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil einbringen.“

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: HTGF, Senodis, Oiger-Archiv

Zum Weiterlesen:

Stadt Dresden gibt Innovationszuschuss für Senodis