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Dresdner Flugzeugwerft baut Straßenbahn-Geschäft aus

Die Visualisierung zeigt eine Stadler-Straßenbahn. Visualisierung: Stadlerrail

Die Visualisierung zeigt eine Stadler-Straßenbahn. Visualisierung: Stadlerrail

Sachsen beliefern Schweizer Stadler mit Leichtbau-Platten

Dresden/Bussnang, 30. September 2021. Die „Elbe Flugzeugwerke“ (EFW) in Dresden haben einen neuen Auftrag für den Straßenbahn-Bau an Land gezogen: Die Sachsen sollen besonders leichte und langlebige Fußbodenplatten für die Schweizer „Stadler Rail AG“ aus Bussnang liefern. Die damit gebauten Straßenbahnen sind voraussichtlich ab Mitte 2023 für die HEAG Darmstadt unterwegs. Das geht aus einer EFW-Mitteilung hervor.

Video über die EFW-Leichtbausparte
(Quelle: EFW):

Ursprünglich Düsenflugzeuge gebaut, heute Umrüster und Leichtbauer

Die Flugzeugwerke Dresden hatten nach ihrer Gründung 1955 ursprünglich selbst Düsen-Verkehrsflugzeuge gebaut. Später spezialisierte sich der Betrieb zunächst auf die Flugzeug-Wartung. Nach der Wende in der DDR rückte schließlich der Umbau von Passagier- in Frachtflugzeuge in den Fokus. Parallel dazu entwickelten die EFW aber auch ihre Leichtbau-Sparte weiter. Die beliefert einerseits Flugzeugwerften, anderseits aber auch den Fahrzeugbau. Laut eigenen Angaben sind inzwischen weltweit über 500 Bahnen auf zwei Kontinenten mit Produkten der Elbe-Flugzeugwerke unterwegs.

Auch in neuer Dresdner Tram stecken EFW-Bauteile

Unter anderem haben die EFW auch Alstom (ehemals Bombardier Transportation) mit Bauteilen für den neue Dresdner Straßenbahn-Typ „NGT DX DD“ ausgestattet. Die Dresdner Verkehrsbetriebe wollen die erste dieser neuen Trams morgen auf Betriebshof Dresden-Gorbitz präsentieren.

Die Visualisierung zeigt den Innenraum der künftigen Dresdner Straßenbahnwagen. Bildschirmfoto aus Video youtu.be/tkk_Wr5ST6U (DVB AG/Bombardier)

Die Visualisierung zeigt den Innenraum der künftigen Dresdner Straßenbahnwagen. Bildschirmfoto aus Video youtu.be/tkk_Wr5ST6U (DVB AG/Bombardier)

Die EFW beschäftigen insgesamt rund 1600 Mitarbeiter. 2019 kam das Unternehmen auf knapp 300 Millionen Euro Umsatz.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: EFW, Stadtlerrail, DVB, Oiger-Archiv