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Cloud & Heat: Gaia-X bietet Potenzial für Sachsen

Die Gaia-X-Gründer haben sich eine Art digitalen Weltenbaum als Sinnbild für ihre europäische Cloud gewählt. Szenenfoto aus: Gaia-X - Driver of digital innovation in Europe

Die Gaia-X-Gründer haben sich eine Art digitalen Weltenbaum als Sinnbild für ihre europäische Cloud gewählt. Szenenfoto aus: Gaia-X – Driver of digital innovation in Europe

Chancen für regionale Lösungen in europäischer Rechnerwolke

Berlin/Dresden, 18. November 2020. Die europäische Rechnerwolke „Gaia-X“ eröffnet Regionen wie Sachsen besondere Chancen, die digitale Transformation der Gesellschaft mitzugestalten. Das hat Manager Ronny Reinhardt vom Dresdner Rechentechnik-Entwickler „Cloud & Heat“ eingeschätzt.

KI-Plattform Sachsen könnte zu einem Baustein werden

Durch den Einsatz offener Technologien und dem Ziel, einen hohen Grad an Vernetzung zu schaffen, biete Gaia-X insbesondere auch regionalen Anbietern ein riesiges Potenzial, betonte Cloud & Heat. Da die geplante europäische Cloud aus vielen Leistungsangeboten für unterschiedliche Einsatzzwecke zusammengesetzt werden soll, könnten hier auch kleinere Anbieter mittun und regionale Lösungen einbringen. Ein Beispiel dafür sei die „für „Künstliche Intelligenz“-Plattform Sachsen (KIPS), die Künstliche Intelligenz (KI) und Cloudcomputing für kleine und mittelständische Unternehmen in Sachsen verbindet.

Bitkom: Müssen rasch Anwendungen für Gaia-X schaffen

Schnell konkrete Anwendungen für Gaia-X zu schaffen, ist nach Ansicht von Susanne Dehmel vom deutschen Digitalwirtschaftsverband „Bitkom“ entscheidend für den Erfolg des ganzen Projektes: „Gaia-X ist eines der ehrgeizigsten industriepolitischen EU-Projekte, das immer mehr Zulauf bekommt – sowohl von europäischen Staaten als auch von Technologieunternehmen“, erklärte sie am Rande eines digitalen Gaia-X-Gipfels mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier(CDU). „Entscheidend für den Erfolg ist, dass im Rahmen von GAIA-X schnell konkrete Anwendungen an.“

Europa-Cloud soll US-Dominanz brechen

Politiker und Wirtschaftsvertreter vor allem aus Berlin und Frankreich hatten „Gaia-X“ 2019 als Beitrag zu einer europäischen Datensouveränität und als Alternative zu der Cloud-Dominanz US-amerikanischer Konzerne präsentiert. Diese Europa-Cloud soll offene Technologien verwenden, Datenschutz sowie -sicherheit garantieren und Wirtschaftsspionage erschweren. Mitglieder des Gründungskonsortiums sind je elf Unternehmen und Organisationen aus Deutschland und Frankreich. Das Gaia-X-Hauptbüro soll in Brüssel entstehen. Benannt ist die Europa-Cloud nach der griechischen Urmutter und Erdgöttin Gaia.

Auch die Dresdner TU-Ausgründung „Cloud & Heat“ gehört dazu. Das Unternehmen ist auf energiesparsame, sichere und mobile Cloud-Rechenzentren spezialisiert, die mit ihrer Abwärme Gebäude heizen und per Container schnell an jeden beliebigen Ort der Welt gebracht werden können.

Autor: hw

Quelle: Gaia-X, Bitkom, Cloud & Heat

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