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IG Metall fordert mehr Sicherheit für Rheinmetall-Tochter in Hartha

Fahne der IG Metall. Foto: Heiko Weckbrodt
Fahne der IG Metall. Foto: Heiko Weckbrodt

Gewerkschaft ringt um Sozialplan und Beschäftigungsgarantien

Hartha, 22. Januar 2026. Weil der Rüstungskonzern „Rheinmetall“ seine Autosparte verkaufen will, stehen auch die 380 Beschäftigten der „Pierburg Pump Technology GmbH“ am Standort Hartha vor einer ungewissen Zukunft. Die IG Metall fordert daher nun einen Rahmensozialplan, der regeln soll, „wie die Konditionen für Kündigungen in einem bestimmten Zeitraum aussehen“. Das geht aus einer Mitteilung der Gewerkschafts-Geschäftsstelle Dresden hervor.

Das Unternehmen habe zwar eine Vereinbarung über eine Beschäftigungssicherung gemacht, diese reiche aber nicht aus, argumentieren die Gewerkschafter. „Die Beschäftigten brauchen jetzt Sicherheit, was sie in Zukunft erwartet“, fordert Gewerkschaftssekretär Steven Kempe nach Verhandlungen zwischen Arbeitgeber und Arbeiternehmer-Vertretung. In der Vergangenheit habe es mit Rheinmetall klare Absprachen und gute Regelungen gegeben. Das Unternehmen solle jetzt auch die Leistung der Beschäftigten in den vergangenen Jahren anerkennen und für gute Regelungen in einem Überleitungstarifvertrag zu sorgen.

Denn gerade auch in Hartha wäre der Wegfall des größten Arbeitgebers im Ort gravierend. Zu erwarten seien zudem „negative Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft und soziale Stabilität“.

Hintergrund: Angesichts der deutschen Aufrüstung will sich Rheinmetall auf seine militärische Produktion konzentrieren und seine Sparte für Automobil-Technik loswerden. Der Konzern will diesen Bereich, in dem 7800 Menschen tätig sind, verkaufen. Dazu gehört auch die Tochter „Pierburg Pump Technology“ im sächsischen Hartha, die unter anderem Wasserpumpen für Fahrzeuge herstellt.

Autor: hw

Quellen: IG Metall, Oiger-Archiv

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger