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BSI: iPhone-Nutzer sollen Mail-App deinstallieren

Das BSI warnt vor einer schweren Sicherheitslücke in der Apple-App "Mail". Repro: Heiko Weckbrodt
Das BSI warnt vor einer schweren Sicherheitslücke in der Apple-App „Mail“. Repro: Heiko Weckbrodt

Angreifer können E-Mail-Verkehr manipulieren

Bonn, 24. April 2020. Weil Angreifer eine gefährliche Schwachstelle in der E-Mail-App von Apple gefunden haben, sollten Nutzer von iPhones und iPads dieses Programm vorläufig deinstallieren. Das hat das „Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik“ (BSI) in Bonn nun empfohlen.

Tausende Geräte gefährdet

„Das BSI schätzt diese Schwachstellen als besonders kritisch ein“, betonte BSI-Präsident Arne Schönbohm. „Sie ermöglicht es den Angreifern, weite Teile der Mail-Kommunikation auf den betroffenen Geräten zu manipulieren.“ Damit seien „Tausende iPhones und iPads von Privatpersonen, Unternehmen und Behörden akut gefährdet“. Der Hack werde bereits von Angreifern eingesetzt.

Teils genügt der bloße Empfang der Nachricht

Die Sicherheitslücke betreffe die Apple-App „Mail“ bis hinunter zum Betriebssystem iOS6, erklärten die Experten. Indem sie eine bestimmte E-Mail senden, können Hacker und Cyber-Kriminelle die E-Mails auf dem iPhone oder iPad lesen, verändern und löschen. Unter iOS13 genüge der bloße Empfang der E-Mail, bei älteren Betriebssystemen funktioniere der Hack dagegen nur, wenn sie die E-Mail auch öffnen.

Bisher kein Patch verfügbar

Da Apple im Moment kein Pflaster (Patch) dagegen parat hat, raten die Bundesinformatiker dazu, erst mal die ganze App zu deinstallieren. Weitere Tipps vom BSI gibt es hier.

Autor: Oiger

Quelle: BSI

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger