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Karliczek eröffnet neues Casus-Computerinstitut in Görlitz

Der Untermarkt in Görlitz: Hier mietet sich das neues Casus-Institut in der Aufbauphase ein. Foto: Sabine Wenzel  für das HZDR

Der Untermarkt in Görlitz: Hier mietet sich das neues Casus-Institut in der Aufbauphase ein. Foto: Sabine Wenzel für das HZDR

KI und Big-Data-Technologien für einen tieferen Blick auf den Klimawandel und die Sternen-Genese

Görlitz, 21. August 2019. Klimawandel, die Genese von Sternen, wie sich Zellen zu Organen zusammenfügen oder der Großstadt-Verkehr – all dies sind komplexe Systeme, die über einfache Ursache-Folge-Ketten weit hinausgehen. „Verändert man nur eine einzige Einflussgröße, kann das überraschende, schwer vorherzusehende Folgen für das Gesamtsystem haben“, schätzen Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) ein. Gemeinsam mit Kollegen aus Dresden. Leipzig und Breslau möchten sie in einem neuen „Center for Advanced Systems Understanding“ (Casus) in Görlitz diese komplexen Zusammenhänge mit Supercomputerhilfe und Künstlicher Intelligenz durchdringen. Am 27. August will Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) dieses neue Zentrum mit einer symbolischen Schlüssel-Übergabe eröffnen.

Innovative Software für ein besseres Verständnis komplexer Systeme

„Schnellere Computer, neue Codes und innovative Software-Methoden versprechen immense Fortschritte beim Verständnis und der Vorhersage komplexer Systeme“, heißt es vom Initiator HZDR. „Auch die Entwicklung flexibel nutzbarer Software-Werkzeuge für unterschiedliche Wirtschafts- und Wissenschaftszweige steht auf der Agenda.“

Elf Millionen Euro Startkapital

Als Startkapitel für die dreijährige Aufbauphase bekommen die Casus-Forscher rund elf Millionen Euro. Davon steuert Karliczek 90 Prozent bei, den Rest bezahlt das sächsische Wissenschaftsministerium. Im Dezember 2019 sollen die ersten Forschungsgruppen in das angemietete Casus-Gebäude auf dem Görlitzer Untermarkt einziehen. Beteiligt sind am Casus das HZDR, die TU Dresden, die Uni Breslau, das Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) und das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) Leipzig. Als wahrscheinlich gilt, dass Supercomputer-Experten wie Dr. Michael Bussmann vom HZDR und Prof. Wolfgang Nagel von der TU Dresden den Aufbau in der einen oder anderen Weise wissenschaftlich begleiten werden.

Autor: hw

Quellen: HZDR-Oiger-Archiv, SMWK