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Eltern raten Kindern vom Firmengründen ab

Montessouric-Schüler: Die Google-Gründer Larry Page (l.) und Sergej Brin. Abb.: Google
Gelten weltweit als Vorbild für Start-ups: Die Google-Gründer Larry Page (l.) und Sergej Brin. Abb.: Google

Start-up-Gründer gilt bei zwei Dritteln der Eltern als wenig ratsamer Berufswunsch

Berlin/Dresden, 31. Oktober 2016. Die meisten Eltern würden ihren Kindern abraten, eine Firma, ein sogenanntes „Start-up“ zu gründen. Das hat eine Umfrage von „Bitkom Research“ unter 1011 Müttern und Vätern schulpflichtiger Kinder ergeben.

Bitkom: Start-ups sind Innovationstreiber für Deutschland

„Die Digitalisierung bietet riesige Chancen für Deutschland, nicht zuletzt für Arbeit und Beschäftigung“, kommentierte Start-up-Referentin Lucie Volquartz vom deutschen Hightech-Verband „Bitkom“ in Berlin die Befunde. „Start-ups sind dabei wichtige Treiber von Innovationen in allen Branchen. Es reicht nicht, immer ein bisschen neidisch auf das Silicon Valley zu schauen, wir brauchen in Deutschland auch einen echten Gründergeist – und dazu ist die Ermutigung von jungen Menschen unbedingt notwendig.“

Berlin hat sich als deutscher Gründer-Knoten durchgesetzt

Berlin gilt mittlerweile als zentraler Knoten („Hub“) für junge Firmengründer und Risikokapitalisten. Die neugegründeten Unternehmen in der Bundeshauptstadt konzentrieren sich vor allem auf neue Online-Geschäftsmodelle und Apps für das Digitalzeitalter. Hierher fließt auch das meiste Risikokapital („Venture Capital“ = VC) in Deutschland.

Auch Sachsen ringt um mehr Risikokapital

Auch Sachsen müht sich seit geraumer Zeit, im Dunstkreis um die Unis Dresden und Leipzig mehr Firmengründungen anzuschieben und mehr VC für den Freistaat zu interessieren. Erst kürzlich hatten die Sachsen eine Konferenz von Gründern und VC-Vertretern in der Gläsernen VW-Manufaktur in Dresden organisiert. Weil viele sächsische Gründungen aber technikorientiert und kapitalintensiv sind, ist es schwerer für sie als für Software-Gründungen, an Risikokapital heranzukommen. Das Dresdner Unternehmen Heliatek – der weltweite Technologieführer für organische Solarzellen von der Rolle – brauchte Jahre, um genug Kapital für eine Fabrik-Erweiterung einzuwerben.

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger

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