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Deutsche verlieren durch „Prism“-Affäre Vertrauen in Internet

Foto: Zátonyi Sándor, Wikipedia, GNU-Lizenz

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Berlin, 21. Juli 2013: Die Ausspäh-Affäre um das US-amerikanische „Prism“-Programm hat einen deutlichen Vertrauensverlust der Deutschen ausgelöst: In einer „Aris“-Umfrage hielten zwei Drittel der Internetnutzer ihre Daten im Netz für unsicher augehoben – bei einer ähnlichen Befragung vor zwei Jahren hatte nur reichlich die Hälfte (55 Prozent) diese Sorge geäußert.

Bitkom: „Zahlen sind ein Alarmsignal“

„Die Zahlen sind ein Alarmsignal“, warnte Präsident Dieter Kempf vom deutschen Hightech-Verband „Bitkom“ in Berlin. „Der Bitkom hat seit Bekanntwerden der Ausspähaktionen schnellstmögliche und größtmögliche Transparenz gefordert und vor einem Vertrauensverlust gewarnt. Die Internetnutzer wollen und brauchen Klarheit und Wahrheit.“ Der Verband hatte die repräsentative Umfrage unter 1000 deutschen Internetnutzern in der vergangenen Woche durch das Meinungsforschungs-Institut „Aris“ durchführen lassen.

Hintergrund: Im Juni 2013 hatte der Ex-Geheimdienstler Edward Snowden über die massive Überwachung des weltweiten E-Mail-Verkehrs durch das „Prism“-Programm (dt.: “Prisma”) der amerikanischen „National Security Agency“ (NSA) informiert. Dass die NSA Telefonate und den Internetverkehr abhört, war zwar bereits zuvor bekannt – aber nicht das Ausmaß dieser Überwachung. Dies hatte auch in Deutschland starke Proteste ausgelöst. Heiko Weckbrodt

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