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15 % der ostdeutschen Betriebe verlieren Mitarbeiter durch Rente mit 63

cropped-Oiger-Logo2.pngUnternehmen versuchen Senioren am Arbeitsplatz zu halten

Nürnberg, 23. Juni 2015: Etwa elf Prozent der westdeutschen und 15 % der ostdeutschen Betriebe sind von der Rente mit 63 betroffen – entweder, weil sie dadurch bereits vorzeitig Mitarbeiter verloren haben oder dies in nächster Zeit zu erwarten ist. Das hat eine repräsentative Betriebsbefragung des „Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit“ (IAB) aus Nürnberg ergeben.

Dass der Osten von der neuen Rentenregelung stärker als der Westen betroffen ist, liegt laut IAB-Einschätzung aus dem stärkeren demografischen Wandel in Ostdeutschland und der Abwanderung jüngerer Arbeitskräfte in den vergangenen Jahren. Insofern ist es für die ostdeutschen Betriebe auch schwerer, den Expertise-Verlust auszugleichen, der entsteht wenn langjährige Mitarbeiter nun vorfristig in Rente gehen können.

Die Umfrage ergab aber auch: Ein Viertel der betroffenen Unternehmen versucht, die Senioren am Arbeitsplatz zu halten, indem sie beispielsweise flexiblere Arbeitszeiten, Lohnerhöhungen oder Prämien anbieten.