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„Music Maker“: Profi-Musikstudio zum kleinen Preis für den PC

Das Bildschirmfoto ist unten der Tonspurraum von Music Maker zu sehen, oben die Studio-Oberfläche, auf die man die Tracks nacheinander mit der Maus zieht. BSF: Heiko Weckbrodt

Das Bildschirmfoto ist unten der Tonspurraum von Music Maker zu sehen, oben die Studio-Oberfläche, auf die man die Tracks nacheinander mit der Maus zieht. BSF: Heiko Weckbrodt

Deutsches Musikprogramm für Anfänger wie Fortgeschrittene geeignet

Musik hören die meisten Menschen gern, Musik zu kreieren – jedenfalls solche mit künstlerischem Anspruch – gelingt hingegen nur wenigen. Doch längst hilft Computertechnik auch Minderbegabten in die Charts und mittlerweile bieten Apps und PC-Programme auch bezahlbare Unterstützung für musische Anfänger – oder verhilft Youtuber zu GEMA-freier Videomusik. Für einen ersten Versuch haben wir erst kürzlich die Android-App „Music Maker Jam“ vorgestellt, für höhere Ansprüche haben wir nun aber auch die PC-Variante „Music Maker“ angeschaut.

Tausende vorgefertigte Tonspuren verfügbar

Abb.: Magix

Abb.: Magix

Das Windows-Programm gibt es auch als 30-Tage-Probeversion auf der Magix-Seite. Wer Gefallen daran findet, muss allerdings zwischen 60 und 120 Euro investieren, um „Music Maker“ weiternutzen zu können. Das aber ist für Musikinteressierte ohne eigene Instrumente oder Studiozugang gut angelegtes Geld, wie unsere Tests gezeigt haben: Statt ein paar poplige Akkorde oder ein achtbittiges PC-Klavier wie manche Gratisprogramme im Netz bietet „Music Maker“ ein ganzes Studio mit Tausenden professionell klingenden Tonspuren, dazu zahlreiche Einstell- und Abmisch-Möglichkeiten bis hin den Optionen, per Mikro eigenen Gesang dazuzumischen oder eigene Instrumente an den PC anzuschließen und einzuspielen.

Simples Bedienkonzept

Der größte Vorteil ist aber das Bedienkonzept, dass sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene gedacht ist: Hat man sich das vorgeschaltete Einführungsvideo angesehen, kann der Neuling loslegen und kommt binnen Minuten zu Kreationen, die vielleicht noch nicht die Krone des Kunstschaffens sind, aber doch schon sehr professionell und individuell klingen.

Wie funktioniert’s?

So wählt man sich beispielsweise zunächst einen Stil wie etwa „Dance“, „Hiphop“, „Electro“ oder „Metal“ aus und bekommt dann eine große Auswahl an vorgefertígten Instrumenten-Tonspuren (Gitarren und Bassgitarren, Synthesizern, Spezialeffekten, Drums et cetera, sogar Hintergrund-Gesang) offeriert, die man dann noch per simplen Mausklick in der Tonstufe anpassen kann. Jetzt zieht man auf die Studio-Oberfläche, die als Gittermatrix aus Takten (also Zeit) und bis zu 16 Spuren angezeigt ist, beispielsweise zunächst eine Schlagzeugspur, um ein Basistempo für den eigenen Song festzulegen. Soll sich ein Akkord mehrmals wiederholen, zieht man diese Spur nach hinten auf – das übliche „Drag & Drop“ von Windows eben. Auch die Lautstärke der Spur kann hier schon (entweder per Kontextmenü oder Maus-Kontrolle) einregeln.

Video: So geht's (hw):

Danach zieht man sich nach eigenem Gusto Gitarren, Synthies, Geigen etc. auf die anderen Spuren. Hat man sich verhauen, gibt es auch eine „Rückgängig“-Funktion. Tipp: Zwischendurch das Werk immer wieder testweise anhören, um Disharmonien schnell zu eliminieren. Zum Schluss kann man das fertige Stück dann exportieren: Als MP3, WAV, direkt auf CD, als Video oder was auch immer.

Und hier das Ergebnis unserer Fingerübung (hw):

Fazit: Schnell zu beeindruckenden Ergebnissen – mit viel Luft nach oben

Abb.: Magix

Abb.: Magix

Künstlerisches Empfinden und Geschick kann zwar kein Computerprogramm ersetzen. Aber selbst blutige Anfänger kommen mit „Music Maker“ bei überschaubarem Zeitaufwand zu sehr beeindruckenden Ergebnissen. Zudem sind der persönlichen Weiterentwickelung hier kaum Grenzen nach oben gesetzt: Hier alle Funktionen aufzuzählen, würde zu weit führen – sie sind nahezu unerschöpflich und laden zum wochenlangen Ausprobieren ein. Angesichts der Funktionsfülle, der vielen mitgelieferten Tracks und des durchdachten Bedienkonzeptes ist dieses Musikprogramm aus deutschen Landes (Magix hat seine wichtigsten Entwicklungsstudios in Berlin und Dresden) sehr preiswert – und ganz klar eine Empfehlung für all jene, die weder Band noch Instrument haben und doch schon immer einen musischen Impuls in sich fühlten. Nicht zuletzt motzt man mit dieser Unterstützung ganz leicht jedes Youtube-Video mit ganz eigenen Noten auf. Autor: Heiko Weckbrodt

Music Maker“ (Magix), Musikstudio-Programm für Windows, Basisversion 60 Euro, Premium-Version (u. a. mehr Bearbeitungs-Optionen, 6000 statt 3000 vorgefertigte Sounds, 5+1-Sound) 100 Euro, Premium mit USB-Keyboard: 130 Euro, die Testversion (30 Tage) gibt es hier

 

Zum Weiterlesen:

Android-App „Music Maker Jam“ weckt den Hiphopper

1 Kommentare

  1. Hi, unbedingt ansehen: n- track und mixmeister. Beide Programme gibt es auch für Tablets. Eignen sich hervorragend auch für Podcast Produktionen. Grüße aus Radebeul hp

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