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„Co-Pilot“: Fähige Navi-App auch für ältere Android-Handys

Aufgeräumt: Der Navi-Bildschirm des "Co-Pilot". Abb.: ALK

Aufgeräumt: Der Navi-Bildschirm des “Co-Pilot”. Abb.: ALK

Die Navi-App „Co-Pilot“ mag im Endkundenmarkt vielleicht nicht ganz so bekannt sein wie TomTom oder Garnim/Navigon – doch funktionell spielt dieses Navigationsprogramm für Android-Computertelefone in der Premium-Liga mit. Im Oiger-Test zeigte die App zwar auch ein paar Schwächen in der Routenführung und Sprachausgabe – dafür aber recht durchdacht in der Nutzerführung und mit vielen Funktion, die man in der Fahrt-Praxis immer wieder brauchen kann.

Sparsam mit Speicher

Was gleich recht positiv auffällt: In der Grundversion ist „Co-Pilot“ nur 33 Megabyte groß – wie dick sich die App dann wirklich auf dem Smartphone macht, hängt vom Kartenmaterial ab, das man letztlich lädt. Der deutschsprachige Raum (DACH) nimmt zum Beispiel etwa noch mal 355 Megabyte ein.

Immerhin kann man hier aber einzelne Länder wählen, während man in den Navi-Apps von TomTom & Co. auf dem iPhone immer gleich Gigabyte-große Gesamtpakete laden muss.

Funktionell in Premium-Klasse
An größeren Knotenpunkten klappt ein Spurführungs-Assistent auf. Abb.: ALK

An größeren Knotenpunkten klappt ein Spurführungs-Assistent auf. Abb.: ALK

Funktionell ist „Co-Pilot mit der Premium-Konkurrenz nahezu vergleichbar: So kann man kann zu Adressen aus der Datenbank, der eigenen Telefon-Kontaktliste oder Orten bei Google und im Sonderziel-Verzeichnis navigieren, GPS-Koordinaten eingeben sowie Favoriten wie Wohnort oder Büro setzen. Das Navigations-Fenster selbst wirkt aufgeräumt, wenn auch nicht ganz so chic wie etwa in Boschs oder Navigons iPhone-Apps, auch das jeweilige Tempolimit ist einblendbar und mit Warntönen verknüpfbar. Zudem klappt auf wichtigen Knoten wie Autobahnkreuzen ein Spurführungsassistent auf.

Ein paar Minuspunkte gibt es für die Kernfunktionalität, die Routenwahl selbst: Manchmal denkt sich der „Co-Pilot“ recht umständliche Strecken aus, da ist TomTom deutlich besser. Aber besser als die Routenführung zum Beispiel in der Billig-Navi „Skobbler“ schneidet der „Co-Pilot“ auf jeden Fall ab. Auch das Kartenmaterial ist recht aktuell. Zudem berechnet der elektronische Helfer auch relativ fix neue Routen, wenn der Fahrer von den ursprünglichen Vorschlägen abweicht.

Im Fußgängermodus tickt Kopilotin aus

Allerdings gibt es auch ein paar deutliche Kritikpunkte. So kann man nur zwischen einer Sprachausgabe mit natürlicher Stimme, aber lediglich Richtungs-Anweisungen, oder einer gruselig-blechernen Computer-Synthetik-Stimme mit Straßenansagen wählen. Zudem saugt die Navigation den Akku so rasch leer wie manche Menschen Erdnuss-Flips reinstopfen – ohne Ladekabel zum Zigarettenanzünder kommt man da nicht weit.

Unausgereift wirkt auch der Fußgängermodus: Die Standortbestimmung ist zu ungenau und es kann schnell für peinliche Situationen auf dem Gehweg sorgen, wenn die Tussi im Handy austickt und aus der Hosentasche in Endlosschleife fleht: “Linksabbiegenlinksabbiegenlinksabb..”

Fazit:
Der "Co-Pilot" ist auch auf älteren Handys ab Android 2.1 lauffähig. Abb.: ALK

Der “Co-Pilot” ist auch auf älteren Handys ab Android 2.1 lauffähig. Abb.: ALK

Meine Erwartungen waren niedrig und wurden deshalb deutlich übertroffen: Der „Co-Pilot“ hat sich im Test als recht fähige Navi-App für Android-Geräte erwiesen, Funktionsumfang und Benutzeroberfläche sind wirklich gut. An Sprachausgabe, Fußgängermodus und Routenführung sollte Anbieter ALK aber noch schrauben. Dafür ist die App allerdings auch günstiger zu haben als die Konkurrenz von TomTom und Navigon, wo die Europa-Version um die 60 statt 40 Euro kostet. Weiterer Vorteil: Der Kopilot ist auch auf älteren Handys lauffähig. Heiko Weckbrodt

Co-Pilot Live Premium“ (ALK), Navi-App, Plattform: Android (ab 2.1), DACH: 29 Euro, Europa: 40 Euro

 

Zum Weiterlesen:

TomTom, Navigon, Skobbler und Bosch: iPhone-Navi-Apps im Vergleichstest

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