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Sachsen soll zu Zentrum des „Internets der Dinge“ werden

Sind alle Maschinen und Werkstücke in einer Fabrik mit Funkchips bzw. Lesegeräten ausgestattet, können sie sich zu "Cyber Physical Systems" zusammenschließen und die Poduktionsprozesse teils selbst regulieren. Foto: Silicon Saxony

Sind alle Maschinen und Werkstücke in einer Fabrik mit Funkchips bzw. Lesegeräten ausgestattet, können sie sich zu „Cyber Physical Systems“ zusammenschließen und die Poduktionsprozesse teils selbst regulieren. Foto: Silicon Saxony

Hightech-Verband gründet Arbeitskreis „Cyber-physikalische Systeme“

Dresden, 6. Dezember 2012: „Alles ist mit allem verbunden“ klingt nach einer ausgelutschten Plattitüde, ist aber auch ein Hoffnungsträger der sächsischen Hightech-Insdustrie: Die hat jetzt in ihrem Branchenverband „Silicon Saxony“ einen Arbeitskreis „Cyber-physikalische Systeme“ gegründet, der die Marktchancen einer Totalvernetzung unserer Welt ausloten soll.

Die „cyberphysikalischen Systeme“ entspringen der Idee, dass immer mehr Maschinen, Fahrzeuge, Computer und mobile Geräte mit Sensoren, künstlicher Intelligenz und Internetverbindungen ausgerüstet werden. Verbinden sich diese künstlichen „Agenten“ zu größeren Netzen, können ganz neue Qualitäten entstehen, neue Dienstleistungen – und natürlich auch Überwachungsgefahren. Im Kleinen kann dieses „Internet der Dinge und Dienste“ aber zum Beispiel auch Fabriken effizienter arbeiten lassen oder Staus vermeiden.

„Industrie 4.0“ im Visier

Ein Ziel des neuen Arbeitskreises, an dem sich beispielsweise Infineon, die TU Dresden, das ZMDi sowie die Fraunhoferinstitute für Photonik (IPMS) und Infrastrukturen (IVI) beteiligen, ist es nach eigenem Bekunden, „im Freistaat ein Kompetenzzentrum für diese neue, zukünftig den Markt bestimmende Technologie zu schaffen.“

Landesforschungsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) begrüßte den Vorstoß: „Das Thema Cyber-physikalische Systeme ist eine weitere Möglichkeit, den Mikroelektronik und IT-Standort Sachsen international zu profilieren.“ Softwaretechnologie-Professor Prof. Uwe Aßmann von der TU Dresden sprach gar von einer „Industrie 4.0“, für die der Arbeitskreis die Grundlagen erarbeiten könne. Heiko Weckbrodt

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