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Solarwatt Dresden überschuldet – Pleite droht

Der Solarmodul-Hersteller setzt in seiner Dresdner Fabrik auch auf Automatisierung. Abb.: Solarwatt

Pleite droht: Blick in die Dresdner Solarwatt-Fabrik. Abb.: Solarwatt

Dresden, 12.6.2012: Die Dresdner Solarwatt steht möglicherweise vor der Pleite. Nach gescheiterteten Verhandlungen mit seinen Anteilseignern über weitere Kapitalspritzen betrachte man die Firma als überschuldet an und erwäge ein Insolvenzverfahren, teilte der Vorstand des Photovoltaikmodul-Herstellers an.

Dabei strebe man ein „Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung“ nach Paragraph 270b der Insolvenzordnung an. Für diesen Fall stehe man „bereits in Gesprächen mit einem Investor“, teilte das Unternehmen weiter mit. Erst kürzlich war bekannt geworden, dass der deutsche Milliardär Stefan Quandt – bisher ein Minderheitsaktionär bei Solarwatt – das Dresdner Unternehmen gerne vollständig übernehmen würde.

Führung wird ausgewechselt
Solarwatt-Vorstand Detlef Neuhaus. Abb.: Solarwatt

Solarwatt-Vorstand Detlef Neuhaus. Abb.: Solarwatt

In jedem Fall wird ein Großteil der Führungsriege ausgewechselt: Unternehmensgründer Frank Schneider hat mit sofortiger Wirkung den Vorstandsvorsitz an Vertriebsvorstand Detlef Neuhaus übergeben und wird zum Jahresende ganz aus dem Unternehmen ausscheiden. Finanzvorstand Jürgen Bruns geht bereits Ende Juni.

Über 450 Jobs in Gefahr

Solarwatt hatte im vergangenen Jahr wegen der Branchenkrise erhebliche Umsatzeinbrüche sowie Verluste erwirtschaftet (Der Oiger berichtete). Das Unternehmen beschäftigte zuletzt 456 Stammmitarbeiter und etwa 70 Leiharbeiter. Heiko Weckbrodt

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