Alle Artikel mit dem Schlagwort: Urmensch

Rekonstruktion verschiedener Hominiden. Repro (hw) aus: "Homo Sapiens Der große Atlas der Menschheit" / wbg

„Homo Sapiens“-Atlas: Alle stammen von ein paar 1000 Afrikanern ab

Opulenter Atlas zeigt den Weg der Menschwerdung von den ersten Zweibeinern bis zur Besiedlung der Welt Woher kommen wir? Aus Ostafrika. Welche Sackgassen hat die Menschheit in ihrer Geschichte beschritten und wieder vergessen? Die Neandertaler lassen grüßen. Womit begann eigentlich das „Menschsein“ für unsere Vorfahren? Die ältere Vorstellung, nach der Werkzeuge den Menschen vom Tiere scheiden, gilt als überholt – das konnten auch andere Hominiden und selbst Affen. Auf diese und andere Fragen versucht nun „Homo Sapiens – Der große Atlas der Menschheit“ auf dem aktuellen Stand der Forschung zu antworten-. Dahinter steckt ein interdisziplinäres Werk von Paläontologen, Archäologen, Historikern, Klimaforschern und Geologen.

Prof. Dr. Svante Pääbovom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig entschlüsselt das Genom des Neandertalers. Foto: rank Vinken für das MPI-Eva

Neandertaler in der Familie macht Corona gefährlicher

Planck-Institut Eva: Jahrtausendealte Gen-Sequenz verdreifacht Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf Leipzig, 1. Oktober 2020. Wer Neandertaler in seinem ferneren Familienstammbaum hat und von ihnen eine bestimmte Gen-Abfolge geerbt hat, hat bei einer Corona-Infektion ein höheres Risiko, schwer daran zu erkranken. Das haben Forscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie (Eva) in Leipzig herausgefunden.

Rekonstruierter Kopf eines Australopithecus anamensis. Abb.: Matt Crow, Cleveland Museum of Natural History

Urahn des Menschen bekommt ein Gesicht

Schädelfragmente vom „Australopithecus anamensis“ wurden in Äthiopien gefunden und nun zu einem Kopf modelliert Leipzig/Cleveland, 28. Juli 2019. Ausgräber haben in Äthiopien Schädelreste von einem unserer Ururahnen entdeckt. Dabei handelt es sich um einen „Australopithecus anamensis“ aus „Woranso-Mille“ in Äthiopien. Anthropologen aus Leipzig und Cleveland liefern nun das Gesicht dazu – dank einer Kopf-Rekonstruktion. Die Ergebnisse haben Yohannes Haile-Selassie vom „Cleveland Museum of Natural History“, Stephanie Melillo vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie (EVA) in Leipzig und ihre Kollegen nun in einer Fachpublikation beschrieben.