Alle Artikel mit dem Schlagwort: Terahertz

Terahertz-Strahlung liegt im elektromagnetischen Spektrum zwischen Mikrowellen und Infrarotstrahlung. Sie eignet sich gut, um Materialeigenschaften zu untersuchen. Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf bietet mit der Terahertz-Quelle im Elbe-Zentrum für Hochleistungs-Strahlenquellen vielfältige Experimentiermöglichkeiten für Forscher aus aller Welt. Foto: HZDR/Frank Bierstedt

Mini-Nacktscanner mit Goldstich

Physiker aus Rossendorf entwickeln Bauplan für Terahert-Durchleuchtungs-Chips Dresden-Rossendorf, 17. März 2020. Auf Flughäfen sind sie als „Nackt-Scanner“ bekannt geworden, beliebt sind sie aber auch für Gemälde-Restauratoren, Brief-Spione und Werkstoffforscher: Die Rede ist von Terahertz-Licht. Diese hochfrequenten Durchleuchtungs-Strahlen, die etwa eine Billion Mal pro Sekunde schwingen, sind bisher allerdings nur mit teuren und sperrigen Anlagen zu erzeugen. Physiker vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) sowie der Unis Dresden und Konstanz haben nun jedoch eine Lösung gefunden, um Terahertz-Mikrochips aus den Elementen Gold und Germanium zu bauen.

Terahertz-Strahlung liegt im elektromagnetischen Spektrum zwischen Mikrowellen und Infrarotstrahlung. Sie eignet sich gut, um Materialeigenschaften zu untersuchen. Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf bietet mit der Terahertz-Quelle im Elbe-Zentrum für Hochleistungs-Strahlenquellen vielfältige Experimentiermöglichkeiten für Forscher aus aller Welt. Foto: HZDR/Frank Bierstedt

Zutaten für Nacktscanner-Laser gefunden

Rossendorfer Physiker: Spezieller Materialmix strahlt Terahertz-Licht aus Dresden-Rossendorf, 18. August 2019. Terahertz-Strahlung ist vor allem durch ihren Einsatz für „Nackt-Scanner“ in Flughäfen bekannt geworden. Tatsächlich birgt dieses unsichtbare Licht aber auch die Chance auf superschnelle Datennetze und Einblicke in die Welt der kleinsten Teilchen. Physiker vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) haben nun gemeinsam mit Kollegen aus Russland und Frankreich mögliche Zutaten für künftige Terahertz-Laser und -Leuchtdioden gefunden.

Terahertz-Strahlung liegt im elektromagnetischen Spektrum zwischen Mikrowellen und Infrarotstrahlung. Sie eignet sich gut, um Materialeigenschaften zu untersuchen. Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf bietet mit der Terahertz-Quelle im Elbe-Zentrum für Hochleistungs-Strahlenquellen vielfältige Experimentiermöglichkeiten für Forscher aus aller Welt. Foto: HZDR/Frank Bierstedt

Helmholtz-Zentrum Rossendorf plant neue Großinvestition

Forscher wollen 150 Millionen Euro teuren Elektronenbeschleuniger bauen Dresden-Rossendorf, 16. Januar 2019. Noch stärker, noch brillanter – die Forscher im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) planen eine neue Großinvestition: Sie wollen ab 2024 für rund 150 Millionen Euro einen Nachfolger für ihre inzwischen betagte Strahlungsquelle „Elbe“ bauen. Das hat HZDR-Wissenschaftsdirektor Prof. Roland Sauerbrey angekündigt.

Physiker Michael Kuntzsch arbeitet an der TELBE-Anlage, die in Dresden-Rossendorf besonders brillante Terahertz-Strahlung erzeugt. Die Forscher versprechen sich noch Großes von den Analyse-Fähigkeiten dieser Durchlechtungstechnik. Foto: HZDR/Frank Bierstedt

Scharfer Blick in die Welt der ultraschnellen Prozesse

Forscher vom HZDR demonstrieren mit internationalen Partnern eine superschnelle Kamera für die Femtosekunden-Physik Dresden-Rossendorf, 22. März 2017. Aus dem Chemie-Unterricht ist bekannt: Kommen Wasserstoff und Sauerstoff zusammen, dann knallt es – und am Ende entsteht Wasser. Ursache und Resultat sind schon lange bekannt. Aber was passiert eigentlich dazwischen? Wie genau sieht es aus, wenn sich Atome zu Molekülen verketten? Diesem und ähnlich extrem schnell ablaufenden Prozessen widmet sich eine noch junge Richtung innerhalb der Naturwissenschaften: die Ultrakurzzeitphysik, die die Tür zu einem neuen Verständnis physikalischer und chemischer Vorgänge öffnen soll. Forscher des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) haben nun mit Kollegen aus Hamburg, Berlin und Kalifornien demonstriert, wie sich ultraschnelle Prozesse mittels präziser Messungen und einer innovativen Datenanalyse viel genauer als bisher untersuchen lassen.

Physiker Michael Kuntzsch arbeitet an der TELBE-Anlage, die in Dresden-Rossendorf besonders brillante Terahertz-Strahlung erzeugt. Die Forscher versprechen sich noch Großes von den Analyse-Fähigkeiten dieser Durchlechtungstechnik. Foto: HZDR/Frank Bierstedt

Dresdner Forscher arbeiten an superschnellen Datenfunksendern

4,4 Millionen Euro für TRANSPIRE-Projekt bewilligt: Terahertz-Experten ebnen Weg in die Gigabit-Gesellschaft Dresden/Dublin, 7. November 2016. Europa ist auf dem Weg in die Gigabit-Gesellschaft, in der alles mit allem per turboschnellem Internet verknüpft ist. Um den Pfad dorthin zu ebnen, wollen Forscher aus Dresden, Dublin, Trondheim und Lausanne nun gemeinsam Datensender entwickeln, die Informationen hundertmal, vielleicht sogar tausendmal schneller per Datenfunk übertragen können als heutige WLAN-Netze. Die EU fördert dieses irisch geführte Gemeinschaftsprojekt „TRANSPIRE“ mit rund 4,4 Millionen Euro. Davon fließen rund 1,5 Millionen Euro an zwei Forschergruppen im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR). Neue Perspektiven für Telemedizin „TRANSPIRE könnte ganz neue Perspektiven in der Telemedizin, Informationstechnologie und Sicherheitstechnik eröffnen“, erklärt Spinelektronik-Expertin Dr. Alina Deac vom HZDR-Institut für Ionenstrahlphysik und Materialforschung. Sie hatte die gemeinsamen, länderübergreifenden Forschungen initiiert und bei ihr werden alle Fäden zusammenlaufen: Ihre Forschergruppe für „Spinelektronik“ soll die ersten Prototypen für die Turbosender und -empfänger bauen. Um die dafür benötigten neuen magnetischen Materialien zu untersuchen, kann die internationale Forschergruppe auf ganz besondere Technik zurückgreifen: Ihnen steht im HZDR die Strahlenquelle TELBE zur Verfügung. „Diese …

Der Flughafen auf Samos im Flugsimulator. Abb.: BSF

Fluggäste sind für Körperscanner am Flughafen

Berlin, 8. August 2016. Für die meisten Flugreisenden geht Sicherheit offensichtlich vor Datenschutz-Bedenken: In einer Bitkom-Umfrage haben 94 Prozent der Fluggäste eine allgemeine Kameraüberwachung am Flughafen befürwortet. 85 Prozent sind für den Einsatz von Spezialkameras zur Erkennung von unbeaufsichtigtem Gepäck. Rund drei Viertel der Flugreisenden (72 Prozent) plädieren außerdem für Ganzkörperscanner, die auch als „Nacktscanner“ bekannt sind.

TU Dresden will Internetfunk 1000 Mal schneller machen

Mobilfunk-Experte Fettweis: Wir forschen am Terabit-WLAN Dresden, 1. August 2016. Elektronik-Experten der TU Dresden forschen am Terabit-WLAN, also an drahtlosen Internet-Funknetzen, die etwa 1000 Mal schneller als heutige WLAN-Stationen arbeiten. „Kanalmessungen im Barkhausenbau in unseren Räumen haben ergeben, dass wir im Frequenzbereich 220 bis 340 Gigahertz fast ideale Bedingungen für 1 Terabit je Sekunden im WLAN bei nur 100 Milliwatt Sendeleistung haben“, erklärte auf Oiger-Anfrage der Mobilfunk-Guru Prof. Gerhard Fettweis von der Technischen Universität Dresden.

Physiker Michael Kuntzsch arbeitet an der TELBE-Anlage, die in Dresden-Rossendorf besonders brillante Terahertz-Strahlung erzeugt. Die Forscher versprechen sich noch Großes von den Analyse-Fähigkeiten dieser Durchlechtungstechnik. Foto: HZDR/Frank Bierstedt

Superschneller Internetfunk durch Terahertz-Chips

Hauchdünne Schichten sollen für mehr Tempo in WLAN-Chips sorgen Dresden, 27. Juli 2016. Wissenschaftler aus Dresden und Dublin haben einen vielversprechenden technologischen Ansatz gefunden, der Notebooks und anderen mobilen Computern in Zukunft deutlich schnellere Internet-Funkzugänge ermöglichen könnte als bisher. Die Teams am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und am irischen Trinity College Dublin brachten hauchdünne Schichten aus einer speziellen Verbindung von Mangan und Gallium dazu, sehr effizient Strahlung im sogenannten Terahertz-Frequenzbereich auszusenden. Als Sender in WLAN-Funknetzen eingesetzt, könnten die höheren Frequenzen die Datenraten zukünftiger Kommunikations-Netzwerke spürbar erhöhen.

Physiker Michael Kuntzsch arbeitet an der TELBE-Anlage, die in Dresden-Rossendorf besonders brillante Terahertz-Strahlung erzeugt. Die Forscher versprechen sich noch Großes von den Analyse-Fähigkeiten dieser Durchlechtungstechnik. Foto: HZDR/Frank Bierstedt

Mehr aus dem Beschleuniger herauskitzeln

Dresdner Wissenschaftler von HZDR und TU fühlen Terahertz-Wellen auf den Zahn Dresden, 20. Juli 2016. Physiker und Ingenieure der Technischen Universität Dresden (TUD) und des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) haben einen Weg gefunden, um Teilchen-Beschleuniger effektiver zu nutzen. Sie haben dafür gemeinsam einen elektronischen Spektrometer-Chip konstruiert. Dieser Chip kann sogenannte Terahertz-Strahlen, die in Elektronenbeschleunigern wie der ELBE Anlage in Dresden-Rossendorf entstehen, besonders schnell, preiswert und zuverlässig analysieren. Die Forscher wollen damit die teuren Anlagen für mehr Wissenschaftler zugänglich machen und zuverlässiger justieren. Der 1 mal 1,4 Millimeter kleine Chip könnte auch neue Perspektiven für die Umwelt- und Sicherheitstechnik eröffnen.

Techniker verbinden die Module am Europäischen XFEL-Linearbeschleuniger. Foto: Heiner Müller-Elsner / European XFEL

Schummelt Natur im kosmischen Teilchen-Haushalt?

Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf baut mit Millionen-Aufwand weltweit einzigartige Großforschungs-Anlagen Dresden/Hamburg. Um zu erkennen, was die Welt im Innersten zusammenhält und wo die Natur heimlich „schummelt“, wollen die Wissenschaftler des Helmholz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) in den nächsten Jahren neue Großforschungs-Anlagen für über 170 Millionen Euro konstruieren. Einige dieser Geräte gehen schrittweise ab 2018 in Betrieb, andere erst ein Jahrzehnt später. Das hat Professor Roland Sauerbrey, der wissenschaftliche Direktor des HZDR, angekündigt. „Diese Anlagen werden uns weltweit einzigartige Experimentier-Möglichkeiten eröffnen“, sagte er.

Dr. Frankenstein (Peter Till, links) und Prof. Trinkmann (Dieter Beckert) bei anatomischen Studien an ihrem Nacktscanner. Foto (bearbeitet): Sabine Mutschke

Frankenstein und Trinkmann werfen den Nacktscanner an

Chaos-Duo aus Dresden zieht in neuer Show „Wunderlandklinik 2“ Plagiats-Politiker, Ärztekult und nackte Sicherheit durch den Kakao Dresden, 1. Oktober 2015. Diplommediziner Frankenstein & Prof. Trinkmann haben einen ausrangierten Nacktscanner vom Flughafen Dresden abgezweigt, ziehen damit durch die Lande und machen die Leute „naksch“ (vorzugsweise Damen), versprühen unter dem Deckmantel der Blumenpflege puren Alk in die Massen, auf dass die Leber durchdrehe – bis es zum Eklat kommt: Frankenstein erkennt, dass Trinkmann den Doktortitel nur geklaut, Frankensteins Promotion als die eigene ausgegeben hat… Ist natürlich alles nur Klamauk, der auf dem Mist von „Universal-Druckluft-Orchester“-Erfinder Peter Till alias Frankenstein und Barde Dieter Beckert alias Professor Trinkmann gewachsen ist und den sie zur Gaga-Tech-Show „Die Wunderlandklinik 2“ verwurstet haben.

Physiker Michael Kuntzsch arbeitet an der TELBE-Anlage, die in Dresden-Rossendorf besonders brillante Terahertz-Strahlung erzeugt. Die Forscher versprechen sich noch Großes von den Analyse-Fähigkeiten dieser Durchlechtungstechnik. Foto: HZDR/Frank Bierstedt

Nacktscanner-Strahlen schnüffeln nach Koks und Graphen

1. Deutsche Terahertz-Konferenz in Dresden-Rossendorf Dresden, 8. Juni 2015: Sie hat seit den Schlagzeilen um die berüchtigten „Nacktscanner“ an Flughäfen ein Image-Problem, hat sich aber inzwischen für Forschung wie Sicherheitsbranche immens nützlich erwiesen: Terahertz-Strahlung, die ähnlich wie Röntgengeräte Unsichtbares sichtbar machen kann, ohne aber so tiefdringend und gesundheitsgefährdend wie die härteren Röntgenwellen zu sein. Seit heute diskutieren nun rund 100 Wissenschaftler und Anwender auf der ersten „Deutschen Terahertz-Konferenz“ im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) über die technologischen Perspektiven dieser Wärmestrahlen.

Blitz-Tsunamis schalten Superleitung ein und aus

Entdeckung Hamburger und Dresdner Forscher könnte Schlüssel zu Supraleit-Rechnern liefern Hamburg/Dresden, 29. März 2013: Tsunamis aus Terahertz-Blitzen können in bestimmten Materialien gezielt Supraleitung ein- oder ausschalten, also an gewünschten Stellen dafür sorgen, dass Strom widerstandslos geleitet wird. Dies konnte nun der Hamburger Planck-Forscher Prof. Andrea Cavalleri in einer Großforschungsanlage am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) nachweisen. Die Entdeckung könnte den Schlüssel zu neuartigen Supraleit-Computern liefern, die deutlich effektiver arbeiten als heutige Großrechner.

Nacktscanner helfen Kunstrestauratoren

Dresdner Fraunhofer-Forscher mit neuer Generation mobiler Terahertz-Detektoren Dresden, 21. November 2012: Die Restauratoren der 1970er Jahre meinten es nur gut: Sie besprühten antike Textilien und Holzskulpturen mit Schädlingsbekämpfungsmitteln, um sie vor der Zerstörung durch Insekten und Mikroorganismen zu schützen. Die Kehrseite dieses Verfahrens wurde erst später klar: Viele dieser Kunstwerke waren danach derart mit gesundheitsgefährdenden Bioziden verseucht, dass sie nicht mehr öffentlich in den Museen ausgestellt werden können. Aufspüren sollen solche Kontaminierungen nun eine neue Generation von mobilen Terahertz-Detektoren für Restauratoren, die am “Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik” (IWS) in Dresden entwickelt wurden.

Rossendorfer und Hamburger Forscher wollen neue Supraleit-Beschleuniger entwickeln

Dresden/Hamburg, 24.3.2012: Bekannt geworden ist sie vor allem durch die sogenannten “Nackt-Scanner”, doch Physiker und Materialwissenschaftler erhoffen sich von der Terahertz-Strahlung (0,3 bis drei Billionen Schwingungen je Sekunde) noch viele weitere Chancen zum Beispiel in der Krebsforschung, Astronomie und Sicherheitstechnik. Um solche Terahertz-Quellen, aber auch ultrabrillantes Röntgenlicht für die Forschung bereit zu stellen, haben das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und das “Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY” in Hamburg nun einen Koperationsvertrag abgeschlossen. Ziel: Die “Vernetzung deutscher Forschungskompetenzen”, um international führende Beschleunigertechnologien auf Supraleit-Basis zu entwickeln, wie beide Forschungseinrichtung mitteilten.