Alle Artikel mit dem Schlagwort: Quantum computing

Die neue Mikroelektronik-Akademie soll für mehr und besser ausgebildete Fachkräfte in der deutschen Halbleiterbranche sorgen. Foto/Montage: FMD

Neue Chip-Akademie soll für mehr Fachkräfte sorgen

Ausbildung, Quanten und Neurorechner: Fraunhofer-Forschungsfabrik Mikroelektronik wächst Berlin/Dresden/Frankfurt an der Oder, 8. Dezember 2022. Die „Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland“ (FMD) wächst: Der durch Fraunhofer dominierte Institutsverbund hat eine neue „Mikroelektronik-Akademie“ bekommen sowie ein Modul für „Quanten- und neuromorphes Computing“ (QNC). Das hat die FMD-Geschäftsstelle in Berlin mitgeteilt.

Sichere und vertrauenswürdige Elektronik aus global verteilten Fertigungsstätten ist das Fokusthema des Fraunhofer-Projektes T4T. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Hochsichere Chipproduktion in verteilten Fabriken

Fraunhofer Dresden will mehr spionage-gefeite Halbleiterfertigung in Europa ermöglichen – ohne die Spitzen-Foundries in Fernost aufzugeben Dresden, 24. September 2022. Als Antwort auf Industriespionage und Chiplieferkrisen entwickelt Fraunhofer Dresden gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Wirtschaft ein Konzept, um mikroelektronische Schaltkreise künftig hochsicher an verschiedenen Standorten herzustellen und an einem vertrauenswürdigen Ort zu verknüpfen. Das Verbundprojekt „Verteilte Fertigung für neuartige und vertrauenswürdige Elektronik T4T“ soll auch die im EU-Chipgesetz geforderte Stärkung der europäischen Chipproduktion vorbereiten. Das geht aus einer Mitteilung des federführenden Fraunhofer-Photonikinstituts IPMS aus Dresden hervor. Ziel sei die Fertigung von „vertrauenswürdiger Elektronik Made in Germany“.

Der Saxonq-Quantencomputer (das eigentliche Herzstück ist rechts auf dem Tisch) beim Silicon-Saxony-Day 2022. Foto: Heiko Weckbrodt

Saxonq entwickelt mobilen Quantencomputer für Autos

Leipziger schlauen Diamanten durch Beschuss mit Stickstoff-Ionen auf Leipzig, 15. Juli 2022. Die Leipziger Uni-Ausgründung „Saxonq“ will mit einem eigenen mobilen Quantencomputer im noch jungen Markt für quantentechnologische Systeme reüssieren. „Wir haben ein System, das auch schon bei Zimmertemperatur funktioniert“, betont Saxonq-Mitbegründer Prof. Jan Meijer. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um den erste mobilen Quantencomputer dieser Art weltweit.

Neurotransistoren können sich wie die Neuronen im menschlichen Gehirn immer wieder umprogrammieren und neu vernetzen, um zu lernen. Grafik: TUD

Fraunhofer Dresden plant Pilotlinien für Neuro- und Quantenchips

Neues Forschungszentrum Cachs greift Ferroelektrik-Speichertechnologie der TU Dresden auf Dresden, 22. Juni 2022. Um die Grenzen der heutigen Mikroelektronik über die klassische Digitalcomputertechnik hinauszuschieben, wollen die Fraunhofer-Forscher im neuen Mikroelektronik-Forschungszentrum „Center for Advanced CMOS & Heterointegration Saxony“ (Cachs) in Dresden unter anderem Pilotlinien für neuromorphe und für Quanten-Chips aufbauen. Das haben die Cachs-Forscher Dr. Benjamin Lilienthal-Uhlig und Dr. Frank Windrich angekündigt.

IBM-Quantencomputer. Foto: Graham Carlow für IBM

Erst 2 Prozent der Großunternehmen experimentieren mit Quantencomputern

Bitkom sieht aber große Zukunftsperspektiven für diese Technologie Berlin, 10. Mai 2022. Zwei Prozent der deutschen Großunternehmen experimentieren derzeit mit Quantencomputern, deren Software und Anwendungsszenarien. Weitere 13 Prozent erwägen zumindest den Einsatz dieser Technologie. Das hat eine Umfrage von „Bitkom Research“ im Auftrag des deutschen Digitalwirtschaftsverbandes „Bitkom“ aus Berlin ergeben.

Quantencomputerlabor von IBM. Foto: IBM

IBM eröffnet 1. Quantencomputer-Rechenzentrum

Auch bisher größter Quantencomputer mit 53 Qubit geplant New York, 19. September 2019. IBM hat sein erstes kommerzielles Quantencomputer-Rechenzentrum eröffnet. Das hat der US-Elektronikkonzern nun mitgeteilt. Das Zentrum ist in Poughkeepsie bei New York angesiedelt. Installiert seien dort zehn Quantencomputer. Demnächst will IBM auch einen 53-Qubit-Quantencomputer dort aufbauen.

Physiker Mackkenzie wittert Computerzukunft in hochreinen Ein-Kristallen

Schotte ist neuer Direktor am Dresdner Planck-Institut für Chemische Physik Dresden, 4. Februar 2013: Der schottische Physiker und Reinkristallexperte Prof. Andrew Mackkenzie ist der neue Direktor für Festkörperphysik am Dresdner „Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe“ (MPI-CPFS). Im Zuge seiner Berufung hat ihm die Max-Planck-Gesellschaft eine Millionen-Investition in einen neuen Reinraum mit modernster Analyse- und Experimentiertechnik zugesagt, damit der 48-Jährige in Dresden seine Forschungen an der Zukunft der Mikroelektronik vorantreiben kann.