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Große Resonanz für Projekt „Mobiler Quantencomputer“

IBM-Quantencomputer. Foto: Graham Carlow für IBM

IBM-Quantencomputer. Foto: Graham Carlow für IBM

Fast 50 Akteure wollen mitmachen

Halle, 16. Februar 2023. Die Idee der deutschen Cyberagentur, einen mobilen Quantencomputer zu bauen, hat viel Resonanz gefunden: Fast 50 Unternehmen und Institute aus neun Ländern wollen sich auf die eine oder andere Weise an der Entwicklung beteiligen. Das hat die Cyberagentur heute in Halle mitgeteilt.

Cyberagentur hofft auf „kühne Ideen“

„Wir erhoffen uns von den Wettbewerberinnen und Wettbewerbern kühne Ideen für die Erforschung mobiler Quantencomputer“, wünscht sich Quantentech-Leiter Roman Bansen von der Cyberagentur. „Für den Einsatz in Sicherheits- und Verteidigungsszenarien wird dies wichtig. Man ist dann nicht mehr auf eine Datenanbindung an ein stationäres Rechenzentrum mit Quantencomputer angewiesen.“ Eine mobile Lösung werde die digitale Souveränität Deutschlands stärken und das Quantencomputing insgesamt voranbringen.

Behörde von breiter Beteiligung überrascht

Im Dezember 2022 hatte die Agentur einen Wettbewerb gestartet, der zu einem leicht verlegbaren Quantencomputer und zu Quantenprozessoren für Sicherheitsbehörden, Militär und andere Anwender in Deutschland führen soll. Unter den eingereichten Skizzen haben die Hallenser nun 15 Interessenten mit insgesamt 49 Haupt- und Nebenauftragnehmern für die erste Wettbewerbsphase ausgewählt. „Uns war bewusst, dass dieses Forschungsvorhaben eine große Herausforderung darstellt“, betonte Bansen. „Daher haben wir ehrlicherweise nicht mit so einer guten Beteiligung gerechnet.“

Autor: hw

Quelle: Bundescyberagentur

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