Alle Artikel mit dem Schlagwort: Mobilfunk

Dr. Sebastian Merchel vom "5G-Lab" der TU Dresden zeigt einen Datenhandschuh, der künftig mittels 5G zum Beispiel Bombenentschärfungs-Roboter fernsteuern oder Fern-OPs ermöglichen soll. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresdner „5G-Lab“ zeigt erste Kostprobe für neuen Mobilfunk

5 Gigabit sind erst der Anfang Dresden/Ilmenau, 3. Juli 2014:  Zu was der künftige Mobilfunk der fünften Generation („5G“) fähig sein wird, hat gestern das „5G-Lab“ an der TU Dresden vorgeführt: In einer Tech-Demo am Rande der Vodafone-Innovationspreisverleihung übertrugen die Forscher drahtlos Daten mit einem Tempo von fünf Milliarden Bits je Sekunde (= 5 GBs) zwischen zwei Computern. Das ist etwa 50 Mal mehr als der heutige LTE-Datenfunk im besten Falle hergibt. Durch einen Wechsel auf höhere Frequenzen um die 300 Gigahertz, wie sie der 5G-Funk wohl auch verwenden wird, könne man das Datentempo sogar auf 100 Gbs hochschrauben, sind die Forscher überzeugt. Dies ist heute selbst für Glasfasern eine anspruchsvolle Geschwindigkeit.

Haushaltsroboter finden immer mehr Anhänger. Foto: Gabi Zachmann, KIT

5G-Mobilfunk wird Sprache der Maschinen sein

Bitkom: Neuer Datenfunk kommt 2020 Berlin/Dresden/Brüssel, 21. Mai 2014: Die heutigen Datenfunk-Standards „HSDPA“ und „LTE“ werden ab dem Jahr 2020 durch den Mobilfunk der fünften Generation („5G“) abgelöst und der wird vor allem die Welt der digitalen Maschinen miteinander vernetzen. Das hat der deutsche Hightech-Verband „Bitkom“ in Berlin prognostiziert. Die EU-Kommission in Brüssel hat dafür ein insgesamt rund 1,4 Milliarden Euro teures Programm „5G Infrastructure PPP“ aufgelegt, das je zur Hälfte durch Fördergelder und die Privatwirtschaft finanziert wird. Die TU Dresden und das britische „Kings College“ wollen sich an die Spitze dieser Entwicklung stellen.

Der künftige 5G-Mobilfunk soll auch die Funkvernetzung von Exoskeletten über große Distanzen ermöglichen - ein Anwendungsbeispiel ist die Fern-Physitherapie. Foto: NASA

Neues „Dresden 5G Lab“ entwickelt Mobilfunk der Zukunft

Initiator Fettweis: Diese Technologie wird die Gesellschaft verändern Dresden, 15. Mai 2014: Lahme, die mit Roboterhilfe wieder laufen lernen, unfallfreie ampellose Straßenkreuzungen und virtuelle Zeitreisen ins alte Rom – all dies und viel mehr soll der Mobilfunk der fünften Generation (5G) in etwa zehn Jahren möglich machen. „Diese Technologie wird ganze Industrie- und Gesellschaftszweige revolutionieren“, ist Professor Gerhard Fettweis überzeugt. Gemeinsam mit 15 weiteren Professoren der TU Dresden hat er nun das interdisziplinäre „Dresden 5G Lab“ gegründet. Ziel: Dresden soll sich an die Spitze dieser Entwicklung stellen und die weltweiten Standards für den 5G-Funk definieren. Fettweis plant zudem Firmenausgründungen durch diese Forschungen und hofft auf die Ansiedlung großer Technik-Hersteller. Er will das neue Labor offiziell am 19. Mai auf einer Fachtagung in Südkorea vorstellen.

Foto: Bitkom

Datenverkehr in deutschen Mobilfunknetzen steigt rasant

Volumen wuchs 2013 um 71 Prozent Berlin, 13. Mai 2014: Weil immer mehr Bundesbürger mit Computertelefonen und Tablettrechnern ins Internet gehen, ist der Datenverkehr in den deutschen Mobilfunknetzen weit stärker gewachsen als bisher erwartet. Das hat der deutsche Hightech-Verband „Bitkom“ in Berlin mitgeteilt. Demnach legte das Datenvolumen im Jahr 2013 um 71 Prozent auf 267 Petabyte zu – das entspricht etwa 66 Billionen eng beschriebenen A4-Seiten oder dem Inhalt von rund 57 Millionen DVDs.

Dresdner Forscher lernen von der Natur: DNA-Befehle dienen ihnen als Baupläne für selbstkonstruierende Elektronik. Visualisierung: cfaed/ TUD

Dresdner forschen an Mikrochips nach DNA-Bauplan

Computer sollen sich nach Vorbild der Natur selbst konstruieren Dresden, 3. Mai 2014: Seit Anbeginn der Zeit liebt die Menschheit die „Von oben nach unten“-Methode („Top-Down“), um Artefakte zu erzeugen, Produkte herzustellen: Von den ersten Figuren, die aus dem Stein herausgemeißelt wurden bis zu den gebündelten Lichtstrahlen, die in den Chipwerken das Silizium strukturieren. Doch gerade in der Nanoelektronik stößt dieser Ansatz immer mehr an seine Grenzen, weil dort hochpräzise „Werkzeuge“ wie beispielsweise die Röntgen-Belichtung noch unausgereift und sehr teuer sind. Deshalb wollen Forscher in Dresden und anderswo nun auch den umgekehrten Weg ausloten: 100 internationale Experten erwartet Nach dem Vorbild der Natur setzen sie zum Beispiel genetische Baupläne wie die DNA-Codes von Organismen ein, um selbstorganisierende Strukturen zu erzeugen. Über diese „Von unten nach oben“-Methode („Buttom-Up“) wollen sich rund 100 internationale Experten ab Montag im Dresdner „Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme“ (MPI-PKS) in der Tagung „DNA-Based Nanotechnology“ (5. bis 9. Mai 2014) austauschen.

Foto: Heiko Weckbrodt

Verivox: Invest-Pauschale schuld an hohen deutschen Handy-Gebühren

Portal rechnet mit Verteuerung durch Fusion von E-Plus und O2 Berlin/Heidelberg, 29. April 2014: Staatliche Eingriffe durch die Bundesnetzagentur sind schuld daran, dass die Deutschen deutlich mehr für Mobilfunk bezahlen als ihre europäischen Nachbarn. Das hat das Mobilfunk-Portal „Verivox“ aus Heidelberg eingeschätzt. Zudem drohen laut Verivox den deutschen Smartphone-Nutzern erstmals seit Jahren wieder steigende Minutenpreise.

Der britische Premier David Cameron. Foto: UK Gov

Großbritannien will beim 5G-Mobilfunk mit TU Dresden kooperieren

Premier Cameron kündigt zur CeBit neue Kooperation an Dresden/Hannover/London, 10. März 2014: Die Technische Universität Dresden und die britischen Unis „Kings College“ und „University of Surrey“ werden bei der Entwicklung des Mobilfunks der 5. Generation (5G) miteinander kooperieren. Das hat der britische Premier David Cameron zur Eröffnung der CeBit angekündigt. „Drei führende Universitäten werden bei 5G zusammenarbeiten – etwas, was wirklich spannend ist“, sagte Cameron. Deutschland und Großbritannien könnten gemeinsam die technologische Revolution anführen.

Bitkom droht mit höheren Handy-Gebühren bei „Roaming“-Verbot

Berlin, 10. September 2013: Der deutsche Hightech-Verband „Bitkom“ droht mit höheren Handy-Gebühren für Inlandsgespräche, falls die EU das „Roaming“ – also den teureren Modus für grenzüberschreitenden Mobilfunk – abschaffen sollte. „Leidtragende werden die einkommensschwachen Bevölkerungsgruppen sein, die wenig reisen“, warnte der Verband.

Eine DVD pro Sekunde: 40 % mehr Daten über Mobilfunk übertragen

Berlin, 23. Juli 2013: In Deutschland steigt das mobil übertragene Datenvolumen rasant an wie der Hightech-Verband „Bitkom“ heute in Berlin mitteilte: Im Jahr 2012 surrten 140 Millionen Gigabyte durch die Mobilfunknetze, 40 Prozent mehr als im Vorjahr – das entspricht etwa dem Inhalt einer Daten-DVD pro Sekunde. „Durch die zunehmende Verbreitung von LTE mit seinen schnellen Übertragungsraten wird die mobile Datenkommunikation weiter sehr stark steigen“, prognostizierte „Bitkom“-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.

Foto eines piezoelektrischen Einkristallwafers mit Schallelektronik-Strukturen (SAW) aus einer hauchdünnen metallischen Schicht. Diese erscheinen als helle, goldglänzende Gebiete. Die für die SAW-Erzeugung verwendeten aktiven Bereiche sind dabei aber so fein, dass man sie nur mit dem Mikroskop erkennen kann. Foto: IFW Dresden

1,1 Millionen Euro für Schallelektronik-Forschung in Dresden

Dresden, 21. April 2013: Dresdner Forscher und Wirtschaftsingenieure wollen Ultraschallwellen für die elektronische Informationsverarbeitung einsetzen. Dabei werden elektrische Signale in Schallwellen umgewandelt, die zum Beispiel über eine Siliziumscheibe (Wafer) gleiten und zum Beispiel als Sensoren oder für Signalverstärker im Mobilfunk eingesetzt werden können. Der Ansatz erscheint dem Bundesforschungsministerium so interessant, dass es nun 1,13 Millionen Euro für dieses Verbundprojekt des Leibniz-Instituts für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) sowie der Firmen „SAW Components“ und „Creavac-Creative Vakuumbeschichtung“ bewilligt hat, wie der Dresdner Bundestagsabegordnete Jan Mücke (FDP) mitteilte.

„National Instruments“ kauft Dresdner Handyfunk-Forschungsfirma „Signalion“

50 Entwickler und Führung werden übernommen Dresden, 11. Dezember 2012: Der texanische Systementwickler „National Instruments“ (NI) hat die Dresdner Funktechnik-Forschungsfirma „Signalion“ übernommen. Das teilten beide Unternehmen heute in einer gemeinsamen Meldung mit. „Signalion“ ist auf Testgeräte zum Beispiel für den neuen Handy-Datenfunkstandard „Long Term Evolution“ (LTE) und dessen Nachfolger spezialisiert. Die Firma beschäftigt rund 50 Ingenieure, Techniker und andere Experten im Dresdner Waldschlösschen-Areal. Auch nach der Übernahme sollen die Gründer Dr. Tim Hentschel and Dr. Thorsten Dräger die Leitung in der Forschungsfirma behalten.

Sieben Millionen Haushalte haben LTE-Turbofunk

Berlin, 26.2.2012: Die noch junge Datenfunk-Technik “LTE” (Long Term Evolution) ist in Deutschland aus dem Nischendasein getreten. Mittlerweile haben sieben Millionen Haushalte solch einen Anschluss, der deutlich höhere Ladegeschwindigkeiten (und teils auch Versorgungsreichweite) als herkömmliche Lösungen wie UMTS und HSDPA erlaubt. Das teilte der Branchenverband Bitkom in Berlin mit, gestützt auf Angaben der Bundesnetzagentur.