Alle Artikel mit dem Schlagwort: Hidden Champion

Jan Dünnebier zeigt in der Elaskon-Werkstatt dem Azubi Max Otto, wie ein Auto-Unterboden richtig zu konservieren ist. Foto. Sabine Mutschke

Elaskon: Autos für eine halbe Ewigkeit

Chemie-Unternehmen aus Dresden zeigt nun in eigener Werkstatt, wie man Kfzs richtig konserviert Dresden, 25. Februar 2019. Das Dresdner Chemie-Unternehmen Elaskon wächst und baut ein neues Geschäftsfeld auf: Um den Einsatz der eigenen Auto-Konservierungsmittel anzukurbeln, hat die Elaskon-Eigentümerfamilie Schwald nun auch eine freie Kfz-Werkstatt in Dresden-Reick aufgekauft. Das bekannteste Produkt des Traditionsbetriebes ist das „K60“, mit dem Autofahrer schon zu DDR-Zeiten ihre kostbaren Trabis und Wartburgs für die Ewigkeit zu konservieren suchten.

WLT-Chef Michael Schwarz zeigt vor der Frauenkirche Dresden eines der Wälzlager zum 25. Firmenjubiläum. Foto: Heiko Weckbrodt

Unkaputtbar

Vor 25 Jahren gründete Ingenieur Schwarz die Wälzlagertechnik Dresden – heute ist die WLT ein Schlüsselzulieferer für die Hightech-Industrie Dresden, 27. September 2015. Vor einem Vierteljahrhundert stellten sich die Lebensweichen für so gut wie alle 16 Millionen Ostdeutschen in eine neue Richtung – und so auch für den jungen Ingenieur Michael Schwarz. „Ich war damals 26 Jahre und naiv und blauäugig“, erinnert sich der Chef der Wälzlagertechnik (WLT) Dresden, die heute Hightech-Unternehmen in ganz Deutschland besonders anspruchsvolle Aufhängungen für rotierende Achsen und Wellen beliefert. Damals, als frischgebackener Maschinenbau-Absolvent der TU Dresden träumte er davon, inmitten der sozialistischen Planwirtschaft ein eigenes Ingenieurbüro zu gründen, mehr oder minder unabhängig von den Kadermühlen der „volkseigenen“ Betriebe (VEB) zu tüfteln. Zunächst sah es ganz danach aus, als ob dies auch ein Traum bleiben würde: Schwarz bekam nach dem Studium eine Anstellung in der Dresdner Außenstelle des VEB Tisoma Chemnitz – eines Rationalisierungsmittelbau-Betriebes für die Textilmaschinen-Industrie, wie das damals genannt wurde. Doch dann kam die Wende, die kleine Welt der DDR ging den Bach runter und die Treuhand setzte die …

Dresdner Prüftechnik-Firma Highvolt baut aus

20 % Umsatzwachstum durch Auslandsaufträge erwartet Während die sächsische Industrie mit schrumpfenden Umsätzen kämpft, wird bei Highvolt Dresden rangeklotzt: Die Auftragsbücher sind proppenvoll, für dieses Jahr erwartet die Geschäftsführung ein 20-prozentiges Umsatzwachstum. Und gestern hat das Prüftechnik-Unternehmen eine 9,4 Millionen Euro teure neue Fertigungshalle in Dresden-Mickten in Betrieb genommen.

Genauigkeit gibt’s bei der Bundesprüfanstalt – und bei Spektra Dresden

Dresden, 2.8.2012: Woher weiß ein Auto eigentlich so genau, ob sein Fahrer nur mal auf die kurz Bremse latscht, oder ob ein schwerer Unfall naht, den der Mann am Steuer nur überlebt, wenn der Airbag ausgelöst wird? Wodurch wird dem iPhone klar, dass sein Besitzer nicht nur ein bisschen rumzappelt, sondern sein Telefon wirklich gedreht hat, damit der Bildschirm automatisch ins Querformat wechselt? Verantwortlich dafür sind Beschleunigungssensoren und Kreiselkompasse, die so winzig sind, dass man sie zu den „Mikro-elektromechanischen Systemen“ (MEMS) zählt. Die können unter Umständen – wie eben beim Autounfall – über Leben und Tod entscheiden und müssen deshalb oft hochpräzise justiert sein. Dafür sorgt unter anderem einer jener „Hidden Champions“ (verborgenen Siegern), von denen man so oft in Erzählungen hört, die aber außerhalb der Branche kaum ein Laie kennt: Die Dresdner „Spektra Schwingungstechnik und Akustik GmbH“, deren Kalibrierungs- und Messgeräte so hochgenau arbeiten, dass sie bei nationalen Prüfinstituten, Autozulieferern, Elektronikfirmen und Unis weltweit heiß begehrt sind.