Alle Artikel mit dem Schlagwort: Graphen

Labormuster eines Graphen-Schaltkreises von IBM. Foto: IBM

IBM steckt drei Milliarden Dollar in Forschung an Zukunfts-Elektronik

Technologien für die Zeit nach dem Silizium im Fokus Armonk/Rüschlikon, 10. Juli 2014: Weil es immer schwieriger wird, die Miniaturierung der Mikroelektronik im selben Tempo wie bisher voranzutreiben, hat der US-Elektronikkonzern „IBM“ (Armonk) nun einer Sonderforschungsprogramm über drei Milliarden Dollar (2,2 Milliarden Euro) angekündigt.

Auf dem Weg zu Kohle-Superchips

Rossendorfer Forscher sieht Chips aus Graphen nahen Dresden-Rossendorf, 23. April 2014: Um noch leistungsfähigere Computertelefone und andere Rechentechnik konstruieren zu können, hoffen viele Nanoelektroniker auf das kohlenstoffbasierte Wundermaterial Graphen, das in Zukunft vielleicht einmal Silizium als Grundmaterial für Chips ablösen könnte. Rossendorfer Forscher wollen die – nur eine Atomlage dünnen – Kohlenstoffwaben dafür mit Fremdatomen spicken, um so Schalter und Speicher zu konstruieren. Dem Nachwuchswissenschaftler Richard Wilhelm vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf ist nun gemeinsam mit Wiener Kollegen ein erster Schritt gelungen, als er Nanosiebe untersuchte.

Ein Besucher der DPG-Tagung in Dresden inspiziert neugierig den Triton-Tiefkühler von "Oxford Instruments". Der ist normalerweise nicht fürs kühle Bier zuständig, sondern hilft Forschern, Experimentalproben ohne aufwändige Helium-Kühlung, sondern durch mechanische Effekte bis nahe zum absoluten Temperatur-Nullpunkt herunterzukühlen. Foto: Heiko Weckbrodt

DPG-Forscher besorgt: Zu wenig Physik-Mädchen

Größte Physiktagung Europas steigt derzeit in Dresden Dresden, 1. April 2014: Für eine bessere fachliche Ausbildung der Physiklehrer und mehr Mädchenförderung in Richtung Natuwissenschaften an den Schulen hat sich die „Deutsche Physikalische Gesellschaft“ (DPG) gestern auf ihrer Frühjahrstagung in Dresden ausgesprochen. Die Experten verwiesen auf den starken Forscher-Bedarf der Wirtschaft und der Institute. „Die Arbeitsmarktchancen für Physiker sind sehr gut“, betonte René Matzdorf vom DPG-Vorstand. Arbeitslosigkeit gebe es in diesem Beruf so gut wie keine.

Materialforschung am Dresdner Planck-Institut für Chemische Physik. Abb.: Mediaserver DD/ J. Lösel

Spintronik & 1D-Metalle: 5000 Physiker zur DPG-Tagung in Dresden erwartet

Rockende Forscher und musikalische Elektronen Dresden, 25. März 2014: Wie man einzelne Elektronen durch „Spintronik“ überredet, sich unsere Lieblingsmusik zu merken, und Metallen die 3D-Neigungen austreibt, darüber und über andere Forschungstrends wollen sich ab Sonntag über 5000 Physiker aus aller Welt in Dresden austauschen. Eingeladen zu dieser Frühjahrstagung hat die „Sektion Kondensierte Materie“ der „Deutschen Physikalischen Gesellschaft“ (DPG), die immer viel Wert darauf legt, dass nicht nur Eierköpfe auf ihre Kosten kommen, sondern auch Otto-Normaldresdner. Daher stehen zum Beispiel ein populärwissenschaftlicher Abendvortrag über die satellitengestützte Vermessung der Welt sowie ein „Einstein-Slam“ für die Öffentlichkeit auf dem Programm.

Gefangen: Die Eisenatome (lila) werden durch das Graphen-Netz genötigt, sich nur in zwei Dimensionen zu verbinden. Abb.: IFW Dresden

Zwangsvernetzte Eisenatome sollen Daten speichern

Forscher aus Dresden, Polen und Leibniz entwickeln atomdünne Magnetfolien Dresden, 13. März 2014: Neuartige ultradünne Atom-Magnetfolien, die in Zukunft für Smartphones mit sehr viel Speicherplatz sorgen könnten, haben Werkstoffforscher aus Dresden, Polen und Korea gemeinsam entwickelt. Sie vernetzten dafür Eisenatome, die sich normalerweise zu festen 3D-Gittern verbinden, zu zweidimensionalen Metallmembranen. Und die entwickeln, wie Untersuchungen gezeigt haben, viel mehr Magnetkraft als normales Eisen – was die 2D-Folien als mögliche Speicherriesen empfiehlt.

TU Dresden sucht mit Computerhilfe nach neuen Werkstoffen

DNA trifft Graphen: Uni gründet Exzellenzzentrum DCCMS Dresden, 20. November 2013: Als weiteren Baustein ihrer Exzellenz-Strategie richtet die TU Dresden in der kommenden Woche ein neues Zentrum für computergestützte Materialwissenschaft ein. Die Uni-Leitung will durch das „Dresden Center for Computational Materials Science“ (DCCMS) Dresdens Ruf als eine europäische Forschungs-Hochburg für innovative Werkstoffe ausbauen. Finanziert wird das auf zunächst vier Jahre ausgelegte Zentrum durch einen Teil der Exzellenz-Fördergelder, die der Bund der TU Dresden zugesprochen hatte.

Superpünktlich: Rossendorfer basteln Nanosekunden-Messgerät

Wundermaterial Graphen hilft beim Laser-Timing Dresden-Rossendorf, 31- Juli 2013: Um in neuen wissenschaftlichen Experimenten an Terahetz-Strahlenquellen Laser bis auf wenige Nanosekunden (Milliardstel) Sekunden genau aufeinander abstimmen zu können, haben Forscher des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) gemeinsam mit Kollegen der Uni Regensburg einen auf derart kurze Pulse ausgelegten Detektor aus dem „Wundermaterial“ Graphen konstruiert.

Briten planen flexible Graphen-Elektronik

Plastic Electronic soll bei Massenproduktion des „Wundermaterials“ helfen Cambridge/ Dresden, 27. Juni 2013: Auf der wundersamen Kohlenstoff-Verbindung „Graphen“ ruhen derzeit große Hoffnungen von Elektronikindustrie und Physikern: Dessen besondere quantenphysikalische Eigenschaften und hohe Leitfähigkeit könnten innovative Conputerchips und atomgenaue Konstruktionen ermöglichen. Der Kunststoffelektronik-Spezialist „Plastic Logic“ (PL) –dessen Hauptfabrik für biegsame Bildschirme in Dresden arbeitet – und die englische Uni Cambridge haben nun vereinbart, gemeinsam die Massenproduktion biegsamer Graphen-Elektronikfolien anzugehen.

Graphen löst Herdentrieb der Atome aus

Dresdner lassen aus wirrem Kohlenstoff das Wundermaterial Graphen von selbst wachsen Dresden, 24. März 2013: Die Kohlenstoffverbindung „Graphen“ gilt als eine Art neues Wundermaterial in der Forschergemeinschaft: Es leitet Strom exzellent, hat eine enorme Wärmeleitfähigkeit, kann zu sehr festen Nanoröhrchen zusammengerollt werden und zeigt Quanteneffekte, die es für eine ganz neue Art von Computern empfehlen könnten. Auch hocheffektive Energiewandler sollen damit möglich werden. Dresdner Forscher haben nun mit niederländischen Kollegen einen Weg gefunden, um solche zweidimensionalen Graphen-Waben aus amorphem (ungeordnetem) Kohlenstoff von selbst wachsen zu lassen. Das so selbst organisiert gewachsene Graphen „heilt“ Schadstellen sogar von selbst.

Nanoelektronik: Dresdner entdeckten graphen-ähnliche Wismutwürfel-Waben

Dresden, 15. März 2013: Ein Dresdner Forscherteam hat eine Art schwere Variante des „Wundermaterials“ Graphen entdeckt: Die Wissenschaftler um Prof. Michael Ruck von der TU Dresden und Theoriedirektor Prof. Jeroen van den Brink vom „Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung“ (IFW) Dresden designten Waben mit winzig kleinen Würfeln aus Atomen des relativ schweren Elements Wismut, die bei Raumtemperatur im Innern Isolatoren sind und außen Strom nahezu ideal leiten. Dieses neue Material könnte neue Perspektiven für die Nanoelektronik und Spintronik eröffnen.

Europäische Forscher wollen Gehirn simulieren – TU Dresden macht mit

Brüssel/Dresden, 29. Januar 2013: Die EU-Kommission will zwei „Flaggschiff“-Forschungsprojekte mit je einer Milliarde Euro innerhalb von zehn Jahren fördern. Besonders ambitioniert ist das „Human Brain Project“, das mit einem ähnlichen Projekt von IBM konkurriert: Dabei wollen 250 Wissenschaftler aus 23 Ländern das menschliche Gehirn mit künstlicher Hard- und Software simulieren. Ein zweites Projekt widmet sich dem „Wundermaterial“ Graphen, das härter als Stahl ist und schneller als Silizium rechnen kann. An beiden sind auch Dresdner Forscher beteiligt.

DNA-Computer und nichtlineare Systeme: TU Dresden will in elektronisches Neuland vorstoßen

40 Millionen Euro teures Nanoelektronik-Zentrum geplant Dresden, 14.5.2012. Mit einem 40 Millionen Euro teuren „Center for Advancing Electronics Dresden“ (cfAED) will die TU Dresden – falls sie eine Förderzusage erhält – in den kommenden fünf Jahren über die Grenzen der heutigen Mikroelektronik hinausschauen. Das Exzellenzteam um Prof. Gerhard Fettweis möchte sich dabei von der traditionellen Silizium-Technologie lösen und zum Beispiel chemische, biologische sowie Nanokarbon-basierte Computer testen.

Nobelpreisträger Fert spricht in Dresden über Spintronik

Dresden, 19.10.2011: Physik-Nobelpreisträger Albert Fert wird am 24. und 25. Oktober an einem Dresdner Symposium über die Zukunft der Mikroelektronik teilnehmen. Im Zentrum der Veranstaltungen stehen vor allem die Spintronik und die mögliche Ablösung der Siliziumtechnologie durch Graphen als Chip-Grundstoff. Das kündigten die TU Dresden und das Dresdner “Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme” (MPI-PKS) an.

Dresdner Forscher entdecken Alternative zu Wunderwerkstoff “Graphen”

Dresden, 13.10.2011 . Dresdner Forscher haben gemeinsam mit koreanischen Kollegen ein Material entwickelt, das dem „Wunderwerkstoff“ Graphen ähnelt. Die Wissenschaftler um Dr. Frederik Wolff-Fabris vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) glauben, damit eine Art Designer-Werkstoff in den Händen zu haben, mit dem man künftig vielleicht sogar superschnelle Chips konstruieren könnte.

Kohlenstoff statt Silizium: IBM zeigt Graphen-Chips

Washington, 19.9.2011: Der Elektronikkonzern IBM will auf einer Fachkonferenz im Dezember in Washington 2-Gigahertz-Chips auf Basis des “Wundermaterials” Graphen zeigen. Die Wafer-Scheiben mit den Kohlenstoff-Halbleitern wurden größtenteils mit Prozessen aus klassischen Chipfabriken hergestellt. Das berichtet der Branchendienst “EE Times“.