Alle Artikel mit dem Schlagwort: EFRE

Cfaed-Doktorand Mattis Hasler zeigt einen der Tomahawk-Prozessoren, die das Elektronikzentrum bereits entworfen hat, um schneller Mobilfunktechnik zu erproben. Der Prozessor beschleunigt insbesondere Datenbank-Operationen, wie sie beispielsweise beim Edge-Cloud-Computing gebraucht werden, also bei der dezentralen Verarbeitung großer Datenmengen durch kleine Supercomputer am Straßenrand. Foto: Heiko Weckbrodt

TU Dresden eröffnet Zentrum für Zukunftselektronik

„Wir arbeiten hier an dem, was Sie bisher nur aus Science-Fiction-Filmen kennen“ Dresden, 17. August 2018. Der Dresdner Mobilexperte Prof. Gerhard Fettweis und seine Kollegen vom Exzellenz-Zentrum für Zukunftselektronik „cfaed“ haben gestern auf dem Uni-Campus ihren lange versprochenen Instituts-Neubau offiziell in Betrieb genommen. Der 36,5 Millionen Euro teure Neubau ist allerdings kein futuristisches Solitär-Gebäude geworden, sondern schmiegt sich an den denkmalgeschützten Barkhausenbau aus den 1950er Jahren an. Diese architektonische Note ist nicht allein dem Platzmangel auf dem Campus geschuldet, sondern sendet auch eine Einladung aus: „Wir haben hier unter anderem eines der weltweit besten Mikroskop-Zentren bekommen“, sagte Professor Fettweis. Diese Geräte seien aber nicht nur für die Elektronikwissenschaftler da, sondern für alle Forscher in Dresden.

EU-Flagge, Logo. Abb.: EU

Seit der Wende 12 Milliarden Euro von EU nach Sachsen geflossen

Dresden, 2. August 2015. Von 1991 bis zum Jahr 2013 sind insgesamt rund zwölf Milliarden Euro aus den EU-Kernprogrammen „Europäischer Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) und „Europäischer Sozialfonds“ (ESF) nach Sachsen geflossen. Das teilte das sächsische Wirtschaftsministerium heute mit. Nicht eingerechnet sind die vielen Sonderprogramme der EU, über die der Freistaat weitere Mittel bekommen hat. Die EU-Gelder habe wesentlich dazu beigetragen, dass hier einige wichtige industrielle Kerne erhalten werden konnten, schätzte das Ministerium ein.

Andreas Krug, wissenschaftlicher Mitarbeiter am TU-Zentrum für Energietechnik Dresden, prüft die Sonden am Gitter-Windkanal. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Megawatt-Turbo für die Uni

Energieforschungszentrum der TU Dresden zieht nicht nur Strom, sondern beliefert den Campus auch Dresden, 13. April 2015: Wenn die Energieforscher an der Helmholtzstraße ihren Strömungskanal anwerfen, um ein neues Turbinenschaufel-Design zu testen, dann wird es richtig laut – und die Energieverbrauchs-Anzeigen für die TU Dresden schnellen nach oben. Um die Luft bis hin zur Schallgeschwindigkeit zu beschleunigen, werfen die Wissenschaftler dann nämlich einen unterirdischen Turboverdichter mit richtig Power an: Mit 1 Megawatt Leistung gehört der zu den größten Einzel-Energieverbrauchern auf dem gesamten Uni-Campus, wie Prof. Uwe Gampe, der Leiter des TU-Zentrums für Energietechnik, einräumt. „Aber die Kollegen in den Hörsälen ringsum oder die Köche in der Mensa brauchen sich keine Sorge zu machen, dass überall die Lichter und Elektroherde ausgehen, wenn wir unseren Turbo anschalten“; versichert er. „Das ist abgesichert.“

Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange besuchte heute das mit EFRE-Geldern finanzierte Zentrum für Energietechnik der TU Dresden und ließ sich von Prof. Uwe Gampe (vorn rechts) das Versuchskraftwerk erklären. Bei der Gelegenheit verkündete sie, dass in der neuen Förderperiode 175 Millionen Euro aus dem EFRE-Programm für derartige Forschungsinvestitionen zur Verfügung stehen. Foto: Heiko Weckbrodt

293 Millionen € aus EU-Töpfen für Sachsens Forscher

Vor allem Dresdner Institute bauen mit EFRE-Geld aus – aber in Summe gibt es nicht mal halb soviel wie früher Dresden, 13. April 2015: Die sächsischen Unis und außeruniversitären Institute bekommen in der neuen Förderperiode bis 2020 nur noch 293 Millionen Euro EU-Fördergelder – nicht einmal halb soviel wie in der vorherigen Förderperiode. Das hat Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) heute in Dresden mitgeteilt. Denn einerseits gleitet der Freistaat wegen seiner gestiegenen Wirtschaftskraft generell aus dem Förder-Fokus der EU hinaus. Anderseits waren in den 645 Millionen Euro, die in der vorherigen Förderperiode 2007 bis 2013 zur Verfügung standen, auch 151 Millionen Euro Sonderzuwendung für die Landesexzellenz-Initiative enthalten – „ein Einmaleffekt“, wie Stange betonte. Von den nun eingeplanten Geldern – die allerdings noch nicht offziell bewilligt sind – können in den nächsten Jahren dennoch mehrere Institute ihre Forschungs-Infrastruktur deutlich ausbauen, um ihre Positionen in der internationalen Forschungslandschaft zu stärken. Besonders viel wird dabei in Dresdner Einrichtungen investiert, vor allem in Mikrolektronik- und Biotech-Projekte.

Dresdner Photonikinstitut will Chip-Reinraum für 45 Millionen Euro aufrüsten

IPMS hofft auf EU-Geld für Umstieg auf 200-mm-Scheiben Dresden, 19. November 2012. ). Die Dresdner Fraunhofer-Photoniker planen millionenschwere Investitionen, um ihre Forschungskraft zu stärken und für Industriepartner attraktiv zu bleiben. So bemüht sich das „Institut für Photonische Mikrosysteme“ (IPMS) um öffentliche Fördermittel, um seinen Mikroelektronik-Reinraum in Dresden-Klotzsche für 45 Millionen Euro von 150 auf 200 Millimeter große Siliziumscheiben (Wafer) umzustellen. Das kündigte Institutsdirektor Prof. Hubert Lakner an. Auch will er weitere Räume in den früheren ZMD-Gebäuden übernehmen, um 20 weitere Wissenschaftler anheuern zu können. Auf der Agenda stehen innovative Forschungsprojekte, darunter der Plan, mit optischen Mikrosystemen Computerchips künftig ohne Masken herzustellen.