Alle Artikel mit dem Schlagwort: Cyborg

Wo endet der Mensch, wo beginnt die Maschine? Szenenfoto aus der Neuverfilmung des Cyborg-Thrillers "Robocop". Abb.: MGM

Viele Deutsche wollen Cyborgs sein

Technologische Erweiterungen des menschlichen Körpers gelten längst nicht mehr nur als Horror- und Science-Fiction-Szenario Ingolstadt, 20. September 2020. Viele Deutsche haben Filme und Serien wie „Robocop“ oder „Der 6-Millionen-Dollar-Mann“, in denen technologisch aufgerüsteten Menschen („Cyborgs“) wahre Wunderdinge vollbrachten, offensichtlich noch in guter Erinnerung: Sie würden nämlich auch gern ihren Körper mit mehr Stärke, bessere Sicht oder Sprungkraft ausstatten. Das geht aus einer Studie “The Future of Human Augmentation 2020: Opportunity or Dangerous Dream?” des russischen Sicherheitssoftware-Unternehmens „Kaspersky“ hervor, die sich unter anderem auf eine Umfrage unter rund 1000 Bundesbürgern stützt.

Dr. Ivan Minev mit seinem medizinischen 3D-Drucker. Foto: BIOTEC

Heilfabriken fürs Gehirn

Fast eine Million Euro von VW-Stiftung für Dresdner Forscher-Freigeist Minev Dresden, 5. September 2016. Nahen die Cyborgs aus den Science-Fiction-Filmen? Jene Wesen, die normalen Menschen weit überlegen sind, weil sie halb biologisch, halb technologisch sind? Zumindest die ersten Schritte auf diesem Pfad wollen Dresdner Regenerations-Forscher gehen und ausloten, ob sich künstliche Heilfabriken in die Köpfe oder ins Rückenmark von Patienten einpflanzen lassen, die Hirnschäden zu reparieren helfen. Bis zum ersten Implantat dauert es noch Jahre Bis es wirklich zur ersten Implantation kommt, wird es zwar sicher noch viele Jahre dauern. Aber in den nächsten fünf bis zehn Jahren möchte Dr. Ivan Minev vom Zentrum für regenerative Therapien Dresden (CRTD) zumindest einen „Fahrplan“ entwickelt haben, wie sich diese womöglich bahnbrechende Hirnreparatur realisieren lässt. Diese Idee halten die Fachgutachter der Volkswagen-Stiftung für so vielversprechend, dass sie dem Dresdner Wissenschaftler nun ein mit 920.000 Euro dotiertes „Freigeist-Fellowship“ bewilligt haben, damit er in den nächsten fünf Jahren seine eigene Forschungsgruppe aufbauen kann. Bioelektronische Geräte senden Medikamente und Zellen aus Das Konzept dahinter:  Dr. Ivan Minev  will mit speziellen medizinischen …

Alles aus der Ich-Perspektive: Anderthalb "Hardcore"-Stunden lang sehen wir durch Henrys Augen, wie der sich durch Moskau schießt und brennt. Abb.: Capelight

„Hardcore“ im Kino: ein Film als Egoshooter

90 Minuten Gewaltexzess in Moskau aus der Ich-Perspektive Seine Action-Orgie „Hardcore“, die heute in den Kinos angelaufen ist, hat Regisseur Ilya Naishuller nicht nur nach dem gemeinhin höchsten Schwierigkeitsgrad in Computerspielen benannt, sondern sie auch visuell ganz und gar wie einen Ego-Shooter inszeniert. Sprich: Wir sehen den rasant-gewalttätigen Rache- und Befreiungsfeldzug eines kybernetisch aufgemotzten Soldaten durch Moskau und Umgebung 90 Filmminuten lang durch die Augen des Hauptdarstellers Henry. Das ist gewöhnungsbedürftig und kann selbst hartgesottene Spielernaturen schnell seekrank machen.

Werden Menschen mit Chipimplantaten das Ziel von Biohacking? Abb.: Kaspersky

29 % wollen keinen Chip unter der Haut

Deutsche fürchten „feindliche Übernahme“ des eigenen Körpers Moskau/Ingolstadt, 5. April 2016. Wird der Mensch irgendwann zum Cyborg, zum Mischwesen aus Biologie und Technologie? Vollkommen ausgeschlossen ist das nicht: Die Akzeptant der Europäer, sich elektronische Teile in den Körper implantieren zu lassen, ist laut einer europaweiten Umfrage jedenfalls höher als gedacht: Nur 29 Prozent der 1200 Befragten lehnen es strikt ab, sich einen Chip unter die Haut einpflanzen zu lassen. Das teilte das russische Sicherheits-Softwareunternehmen Kaspersky mit, das die Umfrage in Auftrag gegeben hatte.

Wo endet der Mensch, wo beginnt die Maschine? Szenenfoto aus der Neuverfilmung des Cyborg-Thrillers "Robocop". Abb.: MGM

Upgrade zum Übermenschen

Technikphilosoph Prof. Wiegerling warnt vor einer Zukunft, in der die Gesellschaft in reiche „Verbesserte“ und arme Bio-Menschen gespalten sein könnte Dresden/Karlsruhe, 10. Januar 2015. Medizinischer technischer Fortschritt mag eine tolle Sache sein: Eingepflanzte Herzschrittmacher zum Beispiel verlängern das Leben Hunderttausender Herzkranker signifikant, Brillen lassen die Blindfische unter uns wieder sehen, Hörgeräte die Schwerhörigen wieder an Alltagskommunikation teilhaben, Keramik-Implantate die Lahmen wieder laufen. Doch was, wenn sich diese Entwicklung immer weiter fortsetzt und nicht mehr nur nach Ersatz, sondern auch nach Verbesserung trachtet? Gibt es eine Grenze des Menschseins, des Individuums, das sich mit allzu vielen Implantaten aufgerüstet hat? Diesen Fragen ist Prof. Klaus Wiegerling in dieser Woche in Dresden nachgegangen. Auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung erörterte der Philosoph vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (KIT-ITAS) aus Karlsruhe im Stadtmuseum vor Publikum die „Grenzen von Leib und Leben“ erörtert – und erntete trotz des anspruchsvollen Diskurses viel Aufmerksamkeit und Beifall.

Dresdner Technologiekunst-Festival “Cynetart” erweitert urbane Realität

Über 35.000 Euro Preisgelder winken Dresden, 7. Oktober 2012.: Biotechnologische Machbarkeitsphantasien, computertelefon-gestützte erweiterte Realitäten im urbanen Raum, aber auch Retro-Nachbauten „antiker“ Musikroboter und vieles Kunst-Technologische mehr sind zentrale Themen des Computerkunst-Festivals „Cynetart“, zu der die Transmedia-Akademie Hellerau vom 15. bis 21. November 2012 einlädt. Umrahmt von Performances, Tanz, PC-Kunst und ähnlichem werden in diesem Jahr Preise im Gesamtwert von über 35.000 Euro vergeben – damit sei die Cynetart eines der höchstdotierten Medienkunst-Festivals in Deutschland, hieß es von der Transmedia-Akademie.

DVD „I’m a Cyborg“: Panoptikum in der Klapse

Die Arbeit von Young-goon in einer koreanischen Radiofabrik ist monoton. So monoton, dass sie sich einzubilden beginnt, ein Maschinenwesen zu sein, ein Cyborg. Als sie sich daraufhin zu Aufladezwecken selbst an die Steckdose anschließt, diagnostizieren die Ärzte Suizidgefahr und weisen sie in die Klapse ein. Dort redet die junge Frau nur mit „ihresgleichen“, also mit Radios, Getränkeautomaten und Lampen – bis ihr kleptomanische Mitinsasse Il-sun, der sich oft für einen Hasen hält, ihr Vertrauen gewinnt… Ziemlich schräg: Androidisches aus Asien. Abb.: REM „I’m a Cyborg, but that’s okay“ ist ziemlich schräg, wie so oft bei Independentfilmen aus Fernost. Manchmal ziemlich überzeichnet, aber doch über weite Strecken originell und deshalb eine Empfehlung für Freunde des „etwas anderen“ Films. Als Bonus sind der inzwischen auch in Deutschland erschienen DVD geschnittene Szenen und ein Interview mit dem Regisseur beigefügt. hw „I’m a Cyborg, but that’s okay“ (REM), Südkorea 2006, R.: Chan-wook Park, zehn Euro