Alle Artikel mit dem Schlagwort: Autobiografie

Rolf Heinemann: „Eine Lebensgeschichte zwischen Sport und Robotron“, Umschlagfoto von Robotron / Rohnstock-Verlag

„Aus dem Osten nehmen wir nichts“

In seiner „Lebensgeschichte zwischen Sport und Robotron“ verrät Rolf Heinemann seine Erfolgsrezepte in der DDR und als sächsischer Software-Unternehmer nach der Wende Dresden. Was haben Software-Entwicklung, Sport und Unternehmertum gemein? „Durchhaltevermögen beweisen, wie beim Bergsteigen“, ist sich Rolf Heinemann sicher – und er muss es wissen: Jahrelang baute er gemeinsam mit Kollegen im DDR-Computerkombinat „Robotron“ eine Software-Sparte auf, war gleichzeitig Orientierungsläufer, Bergsteiger und Ski-Fahrer, gründete nach der Wende eine eigene Datenbank-Firma, die er zusammen mit seinen Söhnen bis auf rund 500 Beschäftigte und 64 Millionen Euro Umsatz hochpäppelte. Nun hat der mittlerweile 87-jährige Senior-Unternehmer „Eine Lebensgeschichte zwischen Sport und Robotron“ als Autobiografie publiziert.

Ex-Stasigeneral Markus Wolf: Haben passiv auf einen „Erlöser“ gewartet

Im Buch „Spionagechef im geheimen Krieg“ geht der frühere HV-A-Chef auch mit Bundespromis ins Gericht Er war der „Große Unbekannte“, der „Mann ohne Gesicht“, von dem die westlichen Geheimdienste bis 1979 nur ein Jugendfoto aus jener Zeit hatten, als er von den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen berichtete: Markus Wolf (1923-2006), Chef der Stasi-Hauptverwaltung Aufklärung (HV A), zuständig für die einen der erfolgreichsten Auslandsgeheimdienste weltweit. Manche seiner Erfolge waren freilich Pyrrhus-Siege, wenn man etwa an den Sturz von Kanzler Willy Brandt denkt, nachdem dessen Referent Günter Guillaume als einer von Wolfs Spionen enttarnt worden war. Über ein Jahrzehnt nach seinem Abschied von der Stasi hat er in seiner Autobiografie „Spionagechef im geheimen Krieg“ seine Lebensgeschichte erzählt –die im Spannungsfeld zwischen Apologetik, Selbstkritik und auch etwas Larmoyance doch viele Frage offen lässt.