Alle Artikel mit dem Schlagwort: AME

Vom Pionier zum Paria

Werner Hartmann begründete die Mikroelektronik in Dresden – und kam durch eine Stasi-Intrige zu Fall   „It’s all about people“, erklärte AMD-Chef Jerry Sanders 1998 auf die Frage, warum ein US-Konzern in Dresden eine Chipfabrik baue – der Knackpunkt sind die Menschen. Den Grundstein für dieses Dresdner Reservoir fähiger Mikroelektroniker legte Professor Werner Hartmann, als er vor 50 Jahren, am 1. August 1961, die „Arbeitsstelle für Molekularelektronik“ (AME) in Dresden gründete. Damit beschäftigte er sich als einer der ersten Anwendungsforscher in Europa systematisch mit Integrierten Schaltkreisen (ICs), einer Erfindung, die Jack Kilby eineinhalb Jahre zuvor in den USA gemacht hatte. Hartmann wurde in den Folgejahren mit Preisen und Ehrungen überhäuft. Bis zum Sommer 1974, als er plötzlich abberufen und zum Verfemten wurde. Wer war aber dieser Mann und was führte zum verordneten Vergessen?

Erfurter X-Fab aus den Verlusten heraus

317 Millionen Dollar Umsatz – Nachfrage für Hochvolt-Chips steigt Dresden/Erfurt, 12.8.2011: Das Erfurter Halbleiterunternehmen X-Fab hat sich aus der Verlustzone herausgearbeitet und seine Auftragslage deutlich verbessert. Wie X-Fab-Chef Hans-Jürgen Straub heute im Interview mit dem „Computer-Oiger“ während der Jubiläumsfeier “50 Jahre Mikroelektronik in Dresden” im Dresdner Flughafen mitteilte, realisierte der Chip-Auftragsfertiger im Jahr 2010 einen Umsatz von 317 Millionen Dollar (222,4 Millionen Euro), das sind 50,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Außerdem kam das Unternehmen aus den roten Zahlen heraus und machte einen „leichten Nettogewinn“, wie Straub informierte. 2009 hatte die Gruppe noch einen Verlust von 49,4 Millionen Dollar (35,5 Millionen Euro) ausgewiesen. “Wir sehen eine große Nachfrage nach unseren Hochvolt-Spannungs-Halbleitern“, sagte Straub. Getrieben werde dies durch den steigenden Bedarf, elektrische und elektronische Lösungen miteinander zu verbinden. „Das hängt zum Beispiel mit der zunehmenden Verbreitung von batterienbetriebenen Geräten und Sensoren und dem Aufbau intelligenter Stromnetze zusammen. Dazu kommen die technologischen Herausforderungen, die die Energiewende mit sich bringt.“ Unternehmen investiert weitere 43 Millionen Euro in Dresden Straub kündigte an, in den nächsten Jahren noch einmal über …