Alle Artikel mit dem Schlagwort: Alkali

Stapel (Stacks) aus beschichteten Platten sind die Herzstücke für Brennstoffzellen. Hier im Foto ist der Stack einer Hochtemperatur-Brennstoffzelle bei Bosch zu sehen. Foto: Bosch

Wasserstoff statt Eisen: Energie-Upgrade für die alte Gießerei Chemnitz

Fraunhofer und Unternehmer arbeiten in Chemnitz an Ökoenergie-Nachrüstungen für Altbauten Chemnitz, 2. Januar 2022. In Sachsen wächst das Interesse von Unternehmen und Institute, eine ökologischere Energieversorgung vor Ort aufzubauen. Das hat Hauptabteilungsleiter Mark Richter vom Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) in Chemnitz berichtet. Dabei seien gerade auch anspruchsvolle und komplexe Lösungen gefragt, bei denen Solar- oder Windkraftanlagen mit einer Wasserstofferzeugung durch Elektrolyseure sowie einer Rückverstromung durch Brennstoffzellen gekoppelt werden. „Wir sind gerade dabei, in Chemnitz eine grüne Kette aufzubauen“, informierte er während der virtuellen Fachdiskussion „Energie-Talk“ des sächsischen Energietechnik-Verbandes „Energy Saxony“ aus Dresden.

Aleksandr Bashkatov vom Institut für Fluiddynamik des HZDR forscht an der Frage, warum in heutigen Elektrolyseuren die Wasserstoffbläschen so lange an den Elektroden kleben bleiben. Foto: HZDR/ Stephan Floss

Wasserstoffernte in der Schwerelosigkeit

Sächsische Forscher arbeiten an neuen Designs für Wasser-Spalter Dresden, 9. November 2020. Mit Wasser-Spaltversuchen in der Schwerelosigkeit wollen Forscherinnen und Forscher aus Sachsen neue Designs für Elektrolyseure finden, die Wasserstoff billiger und effektiver erzeugen als bisher übliche Anlagen. Für ihre Experimente haben sie nun den „Innovationspreis der deutschen Gaswirtschaft 2020“ in der Kategorie „Forschung und Entwicklung“ gewonnen. Das haben die TU Dresden und das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) mitgeteilt, die diese Versuche koordiniert hatte.

Industrieller alkalischer atmosphärischer Testelektrolyseur von Fraunhofer Dresden. Foto: Fraunhofer-IFAM

Mehr Wasserstoff durch Metallschaum-Elektroden

Fraunhofer Dresden arbeiten mit an einer neuen Generation von Gigawatt-Elektrolyseuren Dresden, 13. Oktober 2020. Mit neuartigen Elektroden aus Metallschäumen und Nickelnetzen wollen Dresdner Fraunhofer-Technologen gemeinsam mit Industriepartnern eine neue Generation besonders effizienter und preisgünstiger Alkali-Elektrolyseure für die Wasserstoffproduktion konstruieren. „Unser Ziel ist die Elektroden-Fließbandproduktion mit Robotern bei niedrigen Fertigungskosten“, erklärte Teamleiter Dr. Lars Röntzsch vom „Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung“ (Ifam) Dresden. Denn nur wenn es gelinge, solch eine billige Massenproduktion anzukurbeln, werde auch ein großindustrieller Einsatz von Wasserstoff-Technologien möglich. „Um vom Megawatt- in den Gigawatt-Bereich zu kommen, braucht man eine massive Parallelisierung von Elektrolyseuren“, ist er überzeugt.