Alle Artikel mit dem Schlagwort: Additive Fertigung

Prof. Henning Zeidler leitet das neue Reallabor "Samsax" in Freiberg. Hier ist er mit einem additiv gefertigten Bauteil aus Aprikosenkernmehl zu sehen. Foto: D. Müller für die TU Bergakademie Freiberg

Biomüll landet im 3D-Drucker

Neues Labor in Freiberg experimentiert mit additiver Produktion aus organischen Resten Freiberg, 2. September 2022. Landet unser Biomüll künftig im 3D-Drucker statt im Kompost? Bringen Bauern andere unverwertbaren Erntereste womöglich in Zukunft zu großen additiven Wertstoffhöfen, die aus Spreu passende Ersatzteile für die Mähdrescher erzeugen? Ob und wie das geht, will die Bergakademie Freiberg nun in einem neuen Reallabor für organischen 3D-Druck erproben. Das sächsische Regionalministerium hat eine Million Euro Anschubfinanzierung für dieses „Sustainable Additive Manufacturing in Saxony“ (Samsax) genannte Labor zugesagt, um die Kreislaufwirtschaft im Freistaat zu fördern.

3D-Drucker. Foto: Heiko Weckbrodt

TU Dresden entwickelt Nano-3D-Drucker für Smartphone-Linsen

„Heteromerge“-Team um Robert Kirchner plant Ausgründung Dresden, 23. August 2021. Forscher der Technischen Universität Dresden (TUD) haben unter dem Codenamen „Heteromerge“ neuartige Nano-3D-Drucker entwickelt, mit denen sich Objektivlinsen für Smartphones und andere Mikrostrukturen zügig produzieren lassen. Das dreiköpfige Team um Dr. Robert Kirchner vom TU-Institut für Halbleiter und Mikrosystemtechnik will diese Technologie bis Ende 2022 perfektionieren und dann ein Unternehmen ausgründen, das die Erfindung vermarktet.

Der energiereiche grüne Laserstrahl bringt das Kupferpulver zum Schmelzen und erzeugt aus der Schmelze Schicht für Schicht nach einem Computermodell das gewünschte Bauteil. Foto: Fraunhofer-IWS Dresden

Grüner Laser schmilzt rotes Metall

Fraunhofer Dresden setzt innovative Laser-3D-Anlage ein, um reine Kupfer-Bauteile für Raumfahrt und Autoindustrie zu erzeugen. Dresden, 14. August 2020. Raffiniert geformte Kunststoff-Artefakte mit dem 3D-Drucker zu erzeugen, ist heute keine Kunst mehr, sondern längst Alltagstechnologie. Ganz anders bei reinem Kupfer: Das Metall hat sich bisher vielen Versuchen widersetzt, es mit Infrarotlasern aufzuschmelzen, um daraus dann Schicht für Schicht komplizierte Bauteile zu erzeugen. Deshalb setzt das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden nun eine neuartige additive Fertigungsanlage ein, die das widerspenstige rötliche Metall mit einem grünen Laser verflüssigt.

Aus dem industrielle 3D-Drucker, der Metall mit Elektronenstrahlen aufschmelzen kann: ein Kupfer-Kühlkörper. Foto: Fraunhofer-Ifam Dresden

Millionenzuschuss für Fraunhofer Dresden

IFAM-Ingenieure wollen 3D-Druck mit Metallen und Wasserstoff-Technologien voranbringen. Dresden, 17. Juni 2020. Damit Fraunhofer in Dresden neue Werkstoffe und Produktionstechnologien für die Wirtschaft entwickeln kann, bekommen die Forscher vier Millionen Euro Investitionshilfe vom Freistaat. Das hat heute das sächsische Wissenschaftsministerium mitgeteilt.

Das additive Verfahren "Laserstrahlschmelzen" kommt beim 3D-Druck zum Einsatz. Foto: Fraunhofer IWU

Fraunhofer Dresden pflanzt Kopierschutz per 3D-Druck in Bauteile ein

Forscher erzeugen 3D-Codes im Innern von Prothesen und anderen Komponenten Dresden., 2. Juni 2020. Fraunhofer-Forscher aus Dresden wollen Industriespionen und Produktpiraten das Leben schwer machen: Beim 3D-Druck von Bauteilen pflanzen sie ins Inner der Bauteile versteckte räumliche Codes ein. Die können dann später durch Ultraschall, Röntgen oder Wirbelströme ausgelesen werden, um beispielsweise Komponenten „Made in Germany“ von billigen Fälschungen zu unterscheiden. Das hat die Dresdner Außenstelle des „Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik“ (IWU) aus Chemnitz mitgeteilt.

Durch das Laser-Pulver-Auftragschweißen lassen sich Bauteile aus verschiedenen Materialien fertigen. So können diese Materialien an genau den Orten platziert werden, an denen deren Eigenschaften benötigt werden. Dies stellt beispielweise leichtere, bessere und kostenreduzierte Schaufeln für Gasturbinen in Aussicht. Foto: Fraunhofer IWS

Additive Maschinen lernen Superlegierungen kennen

Digitale Ketten helfen, auch „Unverarbeitbares“ mit industriellen 3D-Druckern doch verarbeitbar zu machen Dresden, 17. Mai 2019. Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik IWS aus Dresden haben innovative Methoden entwickelt, durch die mehr Werkstoffe als bisher in der additiven Fertigung nutzbar sind. So könnten additive Fertigungsanlagen in Zukunft zum Beispiel bessere Flugzeugtriebwerke ermöglichen, die weniger Kraftstoffe verbrauchen. Das geht aus einer Mitteilung des IWS hervor. Um anspruchsvollere Werkstoffe zu verarbeiten, müssen die Ingenieure allerdings zunächst die aktuell gängigen industriellen 3D-Drucker verbessern, damit diese Maschinen auch sehr feste und extrem hitzebeständige Legierungen verarbeiten können. Dabei stützen sich die Dresdner auf profunde Erfahrungen mit dem Laser-Pulver-Auftragschweißen und setzen Künstliche Intelligenz (KI) ein. Ihre besondere Werkstoffexpertise bringen sie in das Fraunhofer-Verbundprojekt „futureAM“ ein. Das Ziel der Verbundpartner: Additive Fertigungsanlagen für Metallbauteile sollen zehn Mal schneller werden und auch mit Superlegierungen zurechtkommen.