Alle Artikel mit dem Schlagwort: Accelerator

Ievgenii Tsokalo von Mimetik Dresden zeigt seinen Sensor-Handschuh. Foto: Heiko Weckbrodt

Sensor-Handschuhe sorgen für den letzten Schliff

Ceti-Ausgründung „Mimetik“ entwickelt in Dresden KI-gestützte Mensch-Maschine-Schnittstellen für Profi-Massagen, Industrie 4.0 und virtuelle Welten Dresden, 25. Juni 2021. Gibt es womöglich schon bald Therapie-Handschuhe mit eingebauten digitalen Physiotherapeuten im Sportladen zu kaufen? Dann müsste man sich nach einem Sturz vom Fahrrad nur diesen Handschuh überstreifen und könnte sich vom integrierten virtuellen Assistenten autodidaktisch die Massage-Tricks der besten Physotherapeuten beibringen lassen, um die Schmerzen zu lindern. Möglich machen sollen dies intelligente Sensor-Handschuhe, die Ingenieur Ievgenii Tsokalo im Dresdner „Centre for Tactile Internet with Human-in-the-Loop“ (Ceti) ersonnen hat. Die können selbst feinste Fingerbewegungen erkennen und dem Träger per Rückkopplung neue Tricks beibringen.

Der KI-Beschleuniger "Ania". Foto: Imec

Dezentrale Intelligenz: Imec und Glofo entwickeln KI-Beschleuniger „Ania“

Schlaumacher-Turbo für Maschinen: Belgier und Sachsen entwerfen sparsamen Edge-AI-Chip Dresden, 8. Juli 2020. Damit autonom fahrende Autos, Roboter und Smartphones in Zukunft ihre Umgebung besser „verstehen“ lernen, hat das belgische Mikroelektronik-Forschungszentrum „Imec“ einen besonders energiesparsamen Chip für „künstliche Intelligenz“ (KI) entworfen. Um diesen „Ania“ genannten KI-Beschleuniger zu bauen, haben die Belgier die „FDX“-Halbleitertechnologien von Globalfoundries Dresden genutzt. Das haben das Imec und Globalfoundries am Mittwochabend bekannt gegeben.

VW hat einen Ikubator für innovative Mobilitäts-Konzepte in der Gläsernen Manufaktur Dresden eingerichtet, in der auch der neue eGolf produziert wird. Foto. VW

VW will weltweit Inkubatoren à la Dresden einrichten

„Frischzellen-Kur für Volkswagen“: Mehr als jedes vierte Inkubator-Projekt aus der Manufaktur führte zu greifbaren Erfolgen – 5 Beispiele im Kurzporträt Dresden, 8. juli 2020. Der Firmenausbrüter in der gläsernen VW-Manufaktur in Dresden hat sich für den Autokonzern als Erfolgsmodell erwiesen. „Das Inkubatorprogramm ist wie eine Frischzellen-Kur für Volkswagen“, schätzte Manufaktur-Innovationschef Marco Weiß ein. Mehr als jedes vierte in Dresden betreute Projekt mündete in eine längerfristige Partnerschaft mit VW. Nun will der Konzern wegweisende „Start-ups“ weltweit nach dem Dresdner Vorbild ausbrüten. Das Konzept dabei: Innovative kleine Firmen bekommen Gratis-Büroräume in der Autofabrik. Dort können sie binnen sechs Monaten mit professioneller VW-Unterstützung neue Technologien zur Marktreife führen und Partner für ihre Geschäftskonzepte finden.

Mit Super-Lasern wie dem Draco und Penelope wollen die Rossendorfer Forscher sehr kompakte Protonenbeschleuniger konstruieren, die zum Beispiel Hirnkrebs-Therapien auch in kleineren Krankenhäusern möglich machen sollen. Foto: HZDR/Jürgen Lösel

Rossendorfer Forscher: Zwei Laserlanzen sind besser als eine

Helmholtz-Wissenschaftler wollen mit neuem Konstruktionsprinzip die Limits von Laser-Plasma-Beschleunigern umgehen. Dresden, 22. Dezember 2019. Sächsische Forscher haben womöglich einen Weg gefunden, um besonders kleine und dennoch sehr leistungsfähigen Elektronen-Beschleuniger zu konstruieren. Und dabei nutzen sie eine alte „Starwars“-Weisheit: Zwei Laserlanzen sind besser als eine. Das Team um Dr. Alexander Debus vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) will nämlich mit zwei Superlasern schräg in eine Plasma-Kammer hineinschießen, um die winzig kleinen Teilchen daran auf ein höheres Tempo zu bringen.

In einer kleinen Plasmakammer wollen HZDR-Forscher schwere Elementarteilchen (Hadronen wie zum Beispiel Protonen) auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigen. Foto: André Wirsig

Penelope und Athena bringen Protonen auf Trab

Rossendorf und Hamburg entwickeln neue Beschleunigertechnologien Dresden-Rossendorf, 24. Januar 2019. Die Experimente der Rossendorfer Physiker mit kompakten Protonenkanonen auf Superlaser-Basis erwecken in der deutschen Forschungsszene wachsendes Interesse. Die Helmholtz-Gemeinschaft hat daher beschlossen, dieses Entwicklungsvorhaben in Sachsen sowie einen alternativen Beschleuniger-Ansatz am Desy-Beschleuniger bei Hamburg in das „Athena“-Projekt aufzunehmen. Darauf hat Prof- Roland Sauerbrey, der wissenschaftliche Direktor des Helmholtz-Zentrums Dresden Rossendorf (HZDR) hingewiesen. Die Helmholtz-Gemeinschaft werde das Projekt „Accelerator Technology HElmholtz iNfrAstructure” („Athena“) mit knapp 30 Millionen Euro ausstatten.