Neues Quantenmaterial-Labor entsteht in Dresden

Leibniz-Institut IFW und Exzellenzzentrum „Ct.qmat“ bekommen neuen Forschungskomplex am Uni-Campus
Dresden, 30. März 2025. Das Quantenmaterial-Zentrum „Ct.qmat“ und das Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) planen einen gemeinsamen Labor-Forschungskomplex in Dresden. Baustart für den 5100 Quadratmeter Nutzfläche umfassenden Fünfgeschosser an der Nöthnitzer Straße am Südcampus der Dresdner Uni soll Anfang April 2025 sein. Das geht aus Mitteilungen der Stadt Dresden, des IFW und weiterer Akteure hervor.
Labore, Versuchsstände und Büros für die Quantenphysiker
In dem Komplex will das IFW unter anderem ein 2300 Quadratmeter umfassendes „Leibniz-Zentrum für Quantenmaterialien“ unterbringen und damit eine neue Forschungssäule des Instituts. Gleichzeitig soll dort auch das Exzellenzzentrum „Ct.qmat“, das sich ähnlichen Themen widmet, ein eigenes Domizil mit insgesamt 2800 Quadratmetern bekommen. Für beide Nutzer entstehen dort Chemie- und Physiklabore, Versuchsstände und Büros.
Supermagnete, Supraleiter und Quantenchips
Die Quantenphysiker wollen dort Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung experimentell überprüfen und den Weg zu praktisch nutzbaren, neuartigen Materialien ebnen. Solche Quantenmaterialien sind Werkstoffe, die durch geplant hervorgerufene Quanteneffekte teilweise sehr ungewöhnliche Eigenschaften haben. Supraleiter, die Strom widerstandsfrei leiten, sind ein Beispiel für Quantenmaterialien. Solche Forschungen könnten aber auch zu Supermagneten, Quantenchips, Spintronik-Computern und anderen Innovationen führen.
Bund und Freistaat Sachsen investieren gemeinsam einen zweistelligen Millionenbetrag in den neuen Laborkomplex. Für die Bauplanung will das Dresdner Ingenieurbüro „Klemm“ durchgängig digitale Methoden wie das „Building Information Modeling“ (BIM) einsetzen. Auf dieser Basis lassen sich dann auch ein „Digitaler Zwilling“ für den späteren laufenden Betrieb des kompletten Gebäudes erzeugen.
Autor: Heiko Weckbrodt
Quellen: LHD, IFW DD, Klemm Ingenieure

Ihre Unterstützung für Oiger.de!
Ohne hinreichende Finanzierung ist unabhängiger Journalismus nach professionellen Maßstäben nicht dauerhaft möglich. Bitte unterstützen Sie daher unsere Arbeit! Wenn Sie helfen wollen, Oiger.de aufrecht zu erhalten, senden Sie Ihren Beitrag mit dem Betreff „freiwilliges Honorar“ via Paypal an:
Vielen Dank!

