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Trend: Roboter und KI verbünden sich

Dieser Mimik-Roboter demonstriert einen anderen Forschungsschwerpunkt im Ceti: Kann eine elaborierte Mimik die Akzeptanz für Roboter im Alltag verbessern - oder erreicht an damit das Gegenteil? Foto: Heiko Weckbrodt
Dieser Mimik-Roboter demonstriert einen anderen Forschungsschwerpunkt im Ceti: Kann eine elaborierte Mimik die Akzeptanz für Roboter im Alltag verbessern – oder erreicht an damit das Gegenteil? Foto: Heiko Weckbrodt

Neue Konferenzmesse in Dresden startet im Februar

Dresden, 3. Januar 2024. Die Verbindung von Künstlicher Intelligenz und Robotik zu „intelligenten“ Robotern gilt als nächster Mega-Trend im Technologie-Sektor. Diese Marschrichtung schlägt auch das „Robot Valley Saxony“ ein – eine Marke, mit der Sachsen sich als Robotik- und KI-Standort profiliert. Dies schlägt sich auch in einer neuen Konferenzmesse nieder, die demnächst startet: Rund 350 Forscher, Ingenieure, Unternehmer und potenzielle Käufer innovativer Automatisierungslösungen treffen sich am 11. Februar 2025 im Hygiene-Museum Dresden zur „Robotics & AI Experience“. Das hat Organisator Thomas Schulz vom Unternehmen „Robot Valley Saxony“ angekündigt, das diese internationale Tagungsmesse ausrichtet und früher bereits Roboter-Festivals veranstaltet hatte.

Sehende Roboter und digitale Zwillinge

Der Fokus richtet sich dabei auf die Vernetzung zwischen Forschung und Mittelstand und den Einsatz von „Künstlicher Intelligenz“ (meist als KI oder AI abgekürzt) in „intelligenten“ Robotern. Trendthemen sind unter anderem neuartige Kameratechnik, Auswerte-Programme für solch künstliche „Augen“, digitale Zwillinge, mit denen sich ein Robotereinsatz besonders einfach vorbereiten lässt und selbstlernende Roboter.

„Robotics & AI Experience“ soll Handwerker und Mittelständler mit Top-Forschern vernetzen

„Mittelständler in der Industrie wie auch Handwerker stehen derzeit vor großen Herausforderungen“, erklärt Schulz. „Sie müssen sich stärker internationalisieren und automatisieren.“ Denn die Konkurrenz aus China, Osteuropa und anderen Regionen wird immer stärker, hinzu kommen Fachkräftemangel, steigende Kosten und hoher bürokratischer Aufwand. All dies sind Treiber, um auch in kleineren und mittleren Betrieben verstärkt KIs und Roboter einzusetzen. Und wie eben dies für den Tischler, für den unter Krisendruck stehenden Automobilzulieferer oder für den Bauern in einer globalisierten Welt funktionieren kann, dafür soll die „Robotics & AI Experience“ Antworten liefern: „Wir wollen mit diesem neuen Format Industrieunternehmen, Mittelständler und Handwerker mit Top-Forschern und neuen Partnern auf diesem Gebieten zusammenbringen“, erläutert der Organisator.

Vorne in der Forschung – doch die KI- und Robotik-Wirtschaft ist kleinteilig

Dabei wollen die Dresdner ihre besonderen wissenschaftlichen Stärken in die Waagschale werfen: Experten von der TU Dresden, vom Mensch-Maschine-Forschungszentrum „Ceti“, vom Verbund „6G Life“, aus den hiesigen Fraunhofer-Instituten und weiteren Einrichtungen stellen neue Trends sowie praktische Lösungen in Robotik und KI vor. „In der Forschung ist dieser Standort exzellent“, schätzt Schulz ein: Wissenschaftler aus Dresden und Sachsen erschließen neue Pfade in der intuitiven Programmierung und Steuerung von Robotern, entwickeln KI-Analysewerkzeuge für computergestützte Umgebungserkennung (Computer Vision), sind an der Ausbildung europäischer KI-Sprachmodelle beteiligt, arbeiten an innovativen Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine.

„Wir müssen jetzt einfach mal loslegen“

Zudem entstehen und wachsen in Dresden und Sachsen immer mehr Unternehmen, die sich diese Schlüsseltechnologien praktisch einsetzen. Das Interesse am Austausch im Robot Valley Saxony und auch in Verbünden wie dem „KI-Netzwerk Dresden“ steigen deutlich. Allerdings handelt es sich zumeist um eher kleine Unternehmen, denen die Entwicklungs-Budgets großer Konzerne fehlt. Von daher könnte die neue „Robotics & AI Experience“ in Dresden eine Brücke zwischen Mittelstand und Forschung schlagen. Solch eine Vernetzungs-Plattform sei wichtig, wenn Sachsen, Ostdeutschland und letztlich auch Europa bei den großen Megatrends wie eben Robotik und KI nicht den Anschluss an Amerika und Asien verlieren wolle, betont Thomas Schulz. „Und das heißt eben auch: Wir müssen jetzt einfach mal loslegen!“

Weitere Informationen gibt es hier im Netz: robotics-ai-x.eu

Quellen: Robot Valley Saxony, Oiger-Archiv

Autor: Heiko Weckbrodt

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger