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Nach Da Vinci operiert nun auch Roboter Hugo mit

Prof. Marius Distler entfernt den Darm-Tumor einer Patientin mithilfe des OP-Roboters Hugos. Foto: Michael Kretzschmar für das UKD
Prof. Marius Distler entfernt den Darm-Tumor einer Patientin mithilfe des OP-Roboters Hugos. Foto: Michael Kretzschmar für das UKD

Uniklinik Dresden setzt irische Roboter für Bauch-OPs ein

Dresden, 21. Juni 2024. Dresdner Bauchchirurgen setzen nach den kalifornischen Da-Vinci-Robotern nun auch eine neue Generation von Hugo-Roboter aus Irland als OP-Hilfe ein: Im Herbst Oktober 2023 setzte das Uniklinikum den Hugo erstmals in Deutschland für eine erste urologische Operation ein, nun hilft er den Dresdner Chirurgen auch für Eingriffe an Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse und Leber. Das hat das Uniklinikum Dresden (UKD) mitgeteilt.

Chirurg: Hugo ist bei komplexen Operationen sehr präzise

„Bei solchen komplexen Operationen an Gefäßen entlang ist dieses System sehr präzise“, schätzt Prof. Marius Distler vom UKD ein. „Vor allem beim Zusammennähen der beiden Darmbereiche unterstützt es uns enorm.“ So sehe der Chirurg das Operationsfeld auf einem Bildschirm sehen, eine Datenbrille übermittele das Bild in 3D. Über eine Konsole steuert Prof. Distler die Instrumente, die an den Roboterarmen angebracht sind. „Ein solcher minimalinvasiver und robotergestützter Eingriff hinterlässt nur sehr kleine Operationswunden, sodass die Heilung insbesondere älterer oder kranker Patientinnen und Patienten auch nach einer komplexen Operation in der Regel schnell und komplikationslos verläuft“, betonen die Dresdner Chirurgen.

Prof. Jürgen Weitz am Bedienterminal eines Da-Vinci-Roboters im Forschungs-OP-Saal im NCT und EKFZ im Uniklinikum Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt
Prof. Jürgen Weitz am Bedienterminal eines Da-Vinci-Roboters im Forschungs-OP-Saal im NCT und EKFZ im Uniklinikum Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Inzwischen mehrere OP-Roboter auf dem Markt

Zu den ersten Anbietern kommerzieller OP-Roboter jenseits des Militärs gehörte „Intuitive Surgical“ mit ihren „Da Vincis“. Inzwischen gibt es zahlreiche weitere Anbieter aus England, der Schweiz, Kanada, Deutschland – darunter „Avateramedical“ aus Jena – sowie Medtronic aus Dublin, deren „Hugos“ nun auch in Dresden im Einsatz sind. Dabei gilt der Grundsatz: Der Roboter operiert nicht selbst, sondern unterstützt einen menschlichen Chirurgen. Der bekommt durch Roboterhilfe eine ruhigere Hand und einen präziseren Schnitt zustande, außerdem mehr Informationen während der Operation.

Autor: Oiger

Quellen: UKD, Bundesverband der Deutschen Chirurgie, Oiger-Archiv, Wikipedia

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger