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Stiftung: Familienunternehmen schaffen selbst in Krisen für neue Jobs

Laut Stiftung schaffen Familienunternehmen (rot) deutlich mehr Jobs als Dax-Konzerne (grau). Grafik: Stiftung Familienunternehmen

Laut Stiftung schaffen Familienunternehmen (rot) deutlich mehr Jobs als Dax-Konzerne (grau). Grafik: Stiftung Familienunternehmen

Binnen einer Dekade haben familiengeführte Firmen viermal soviel Beschäftigung aufgebaut wie Dax-Konzerne

München 4. Januar 2023. Familienunternehmen schaffen mehr neue Arbeitsplätze in Deutschland als managergeführte Großkonzerne – auch in Krisenzeiten. Darauf hat die „Stiftung Familienunternehmen“ aus München hingewiesen. „Während die 26 nicht-familienkontrollierten Konzerne im Dax 30 im ersten Corona-Jahr Beschäftigung abbauten, stellten die 500 größten deutschen Familienunternehmen weiterhin ein“, zitiert die Stiftung aus einer Untersuchung des Instituts für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim.

Vostand: „Familienunternehmen sind der Stabilitätsanker“

„Gerade mit Blick auf die aktuellen Preis- und Rohstoffkrisen und die Gefahren für die Konjunktur sollte sich die deutsche Öffentlichkeit bewusst sein: Familienunternehmen sind der Stabilitätsanker Deutschlands und tragen maßgeblich zu unserem Wohlstand bei“, betonte Stiftungsvorstand Rainer Kirchdörfer. „Die Untersuchung zeigt, dass Familienunternehmen bisher Krisen nachweislich besser überstehen konnten und ihre Belegschaft auch in schwierigen Zeiten zusammenhalten – gerade am Standort Deutschland. Deshalb ist es essentiell, diese Unternehmensform in der derzeit so angespannten Lage nicht zu benachteiligen.“

Auch in normalen Zeiten sorgen laut der Stiftung die Familienunternehmen für mehr neue Jobs als die Dax-Konzerne: Demnach bauten die 500 größten deutschen Familienfirmen zwischen 2011 und 2020 ihre Beschäftigung in Deutschland um 25 Prozent aus, während die DAX-26-Unternehmen die Inlandsbeschäftigung nur um vier Prozent steigerten. Diese „TOP 500“ schufen über 1,5 Millionen neue Arbeitsplätze weltweit, die DAX-26-Unternehmen hingegen rund 390.000.

Da der Dax erst 2021 von 30 auf 40 Unternehmen vergrößert wurde, hatte die Stiftung zum Vergleich die 30 größten Dax-Konzerne für den Vergleich berücksichtigt, bereinigt um die teilweise famliengeführten Unternehmen Beiersdorf, Henkel, Merck und Volkswagen.

Quelle: Stiftung Familienunternehmen

Familienunternehmen schaffen mehr neue Jobs in Deutschland als Dax-Konzerne – und das gilt noch mehr für Krisenzeiten, erklärt die Stiftung Familienunternehmen.