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Schnell-Lieferdienste immer beliebter

Auch im Online-Handel mit Lebensmittel gelten Wiederrufs- und Reklamationsrecht. Foto: Heiko Weckbrodt
Foto: Heiko Weckbrodt

Nutzeranteil von 10 auf 16 % gestiegen

Berlin, 23. Januar 2024. Jeder sechste Internetnutzer (16 Prozent) in Deutschland hat bereits einen Schnell-Lieferdienst genutzt. Zum Vergleich: 2021 waren es erst zehn Prozent. Das hat eine Umfrage im Auftrag des Digitalverbands „Bitkom“ aus Berlin ergeben.

Grafik: Bitkom
Grafik: Bitkom

In der Altersgruppe zwischen 16 und 29 Jahren hat sogar schon ein Viertel Schnell-Lieferdienste genutzt. Unter den über 50-Jährigen sind es hingegen nur sieben Prozent. „Bestellung und Bezahlung laufen unkompliziert und sicher über eine App ab, meist lässt sich sogar live verfolgen, wo genau die bestellten Waren gerade unterwegs sind“, erklärt sich Bitkom-Transformationsexpertin Bianka Kokott die Beliebtheit solcher Lieferdienste. „Diese bequeme Möglichkeit, ohne lange Wege oder Wartezeit an die benötigten Produkte zu kommen, kommt vor allem bei den Jüngeren gut an.“

43 Prozent sehen Bedrohung für klassischen Fleischer, Bäcker und Tante-Emma-Laden

Allerdings nehmen viele Nutzer auch die Kehrseite dieser neuen, digital vermittelten Essensdienste wahr: Insgesamt sehen 43 Prozent der Internetnutzerinnen und Internetnutzer in Schnell-Lieferdiensten eine ernsthafte Konkurrenz für den herkömmlichen Lebensmittelhandel. 36 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer sagen von sich selbst, aufgrund von Schnell-Lieferdiensten seltener in Geschäfte zugehen.

Hinzu kommt: Fast ein Drittel der Befragten kann derartige Dienste gar nicht nutzen, da ein solches Angebot in ihrer Region nicht verfügbar ist. Kokott: „Schnell-Lieferdienste gibt es bisher vor allem in größeren Städten, wo die Wege kurz und auch mit dem Fahrrad machbar sind.“

Quelle: Bitkom

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger