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Im Panzerzug durch Sibirien gen Prag gekämpft

Tschechen und Slowaken kämpfen sich im letzten Panzerzug nach Hause, im "Last Train Home", durch das bürgerkriegsgeschüttelte Russland. Visualisierung: THQ
Tschechen und Slowaken kämpfen sich im letzten Panzerzug nach Hause, im „Last Train Home“, durch das bürgerkriegsgeschüttelte Russland. Visualisierung: THQ

Echtzeitstrategiespiel „Last Train Home“ angekündigt: Tschechoslowakische Legion kämpft sich auf Gleisen durch Rot- und Weißgardisten

Am Ende des großen Maschinenkrieges ist ein Trupp aus tschechischen und slowakischen Legionären in Sibirien gestrandet – und gerät mitten in die Fronten zwischen Rot- und Weißgardisten, zwischen Bolschewiken und Zaren-Anhängern. In einem Panzerzug versucht sich die kleine Legion in eine fremde Heimat durchzuschlagen, die eben erst aus den Resten der KuK-Monarchie entstanden war, die Tschechoslowakei. Doch das ist leichter gesagt als getan: Immer wieder geraten die Männer und Frauen an Bord in Hinterhalte, müssen sich durch feindliche Linien von Bürgerkriegsparteien durchkämpfen und stetig die Schienen freiräumen… Digital miterleben können historisch interessierte Gamer demnächst in dem Echtzeit-Strategiespiel „Last Train Home“, das der Wiener Spieleverlag „THQ Nordic“ nun angekündigt hat.

Werbevideo (THQ):

Erster Maschinenkrieg geht in der Spielewelt immer weiter

105 Jahre ist es nun her, dass der I. Weltkrieg ein (vorläufiges) Ende fand. In der Populärkultur inspiriert der erste große Maschinenkrieg indes bis heute immer wieder Maler, Filmproduzenten, Cosplayer, Steampunk-Fans – und eben auch Videospiel-Schmieden, wie Titel à la „Iron Harvest“, „Toy Soldiers HD“ oder „Battlefield 1“ in jüngerer Vergangenheit gezeigt haben. Und immer populärer ist dabei die Perspektive jenseits der großen Kontrahenten wie Deutschland, Frankreich oder Großbritannien, vielmehr der Blickwinkel der kleineren Nationen und des gemeinen Volkes, die mitten hinein in diesen blutigen Malstrom der Kaiser, Zaren und Präsidenten geraten sind. Diesmal sind es also die Tschechen und Slowaken, die für einige Jahrzehnte einen gemeinsamen Weg gingen, um sich dann wieder zu trennen.

Durch zerstörte russische Landschaften rollt der Panzerzug von "Last Train Home" gen Westen. Bildschirmfoto: THQ
Durch zerstörte russische Landschaften rollt der Panzerzug von „Last Train Home“ gen Westen. Bildschirmfoto: THQ

Rollende Basis soll das Überleben sichern

Konkret gilt es in „Last Train Home“, mit dem Panzerzug einerseits eine Art rollende Heimatbasis zu managen, Soldaten immer besser auszurüsten und Verwundete wieder gesund zu pflegen, Lok und Wagen zu verbessern et cetera, anderseits Echtzeit-Kämpfe zu gewinnen, um weiter gen Westen rollen zu können. Man darf gespannt sein, wie authentisch, spielerisch gelungen und atmosphärisch dicht der letzte Zug nach Hause ausfällt – die ersten Werbevideos und Bildschirmfoto sind jedenfalls vielversprechend. Die Spieleschmiede im Hintergrund ist das tschechische Studio „Ashborne Games“ aus Brünn. Erscheinen soll „Last Train Home“ per Steam für den PC. Einen Starttermin hat THQ allerdings noch nicht genannt.

Autor: hw

Quelle: THQ

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger