NewsRoboterWirtschaftspolitikzAufi

Dresdner Robotikfestival 2022 womöglich gar nicht mehr in Dresden

Schweißroboter, wie ihn auch Metallbaufirmen aus dem Handwerk in Sachsen einsetzen. Foto: André Wirsig für die Handwerkskammer Dresden
Schweißroboter, wie ihn auch Metallbaufirmen aus dem Handwerk in Sachsen einsetzen. Foto: André Wirsig für die Handwerkskammer Dresden

Veranstalter prüfen nach der Premiere nun auch andere Standorte

Dresden/Chemnitz, 8. November 2021. Wegen der guten Resonanz im Premierenjahr 2021 wird es im Jahr 2022 auch wieder ein sächsisches Robotik-Festival geben. Das hat Organisator Thomas Schulz von der veranstaltenden „Robot Valley Saxony UG“ auf Oiger-Anfrage angekündigt. Das Interesse von Ausstellern und Fachbesuchern an dem neuen Format sei groß.

Thomas Schulz von der Hightech Startbahn organisiert die "Hightech Venture Days" in Dresden. Der Zugang zu Risikokapital hat sich für junge Hochtechnologie-Unternehmen in Sachsen deutlich verbessert, sagt er. Foto: Heiko Weckbrodt
Thomas Schulz. Foto: Heiko Weckbrodt

Zur Debatte stehen auch Leipzig und Chemnitz

Allerdings wird das Branchentreffen „Dresden Robotics Festival“ im kommenden Jahr womöglich nicht mehr in Dresden, sondern an einem anderen Robotik-Standort in Sachsen stattfinden, informierte Thomas Schulz. Zur Debatte stehen unter anderen Städten auch Leipzig und Chemnitz. Wichtig sei es allerdings auch, langfristig die Finanzierung des Robotik-Festivals zu sichern, betonte der Organisator. Er hofft, dafür noch Geldgeber an Bord zu holen.

Sachsen planen Aufstieg in die 1. Europaliga

Im Premierenjahr hatten zum „Dresden Robotics Festival“ namhafte Roboter-Hersteller- Forscher und -Lösungsanbieter wie Stäubli, Fanuc, Mitsubishi, ABB, Fabmatics und Siemens sowie rund 350 Fachbesucher angezogen. Hinzu kam ein spezieller Roboter-Tag für Handwerker. Die Initiatoren aus der sächsischen Wirtschaft. Wirtschaftspolitik und Wissenschaft sehen das Festival als einen Pflasterstein auf dem Weg des Freistaats hin zu einem führenden Robotik-Standort in Europa.

Robert Franke leitet die städtische Wirtschaftsförderung in Dresden. Foto: Frank Grätz für die LHD
Robert Franke leitet die städtische Wirtschaftsförderung in Dresden. Foto: Frank Grätz für die LHD

Wirtschaftsförderungs-Chef: Dresden ist Keimzelle des Robot Valley

Ursprünglich hatte der Dresdner Wirtschaftsförderungs-Chef Robert Franke das Konzept eines neuen „Robot Valleys“, das in Dresden beziehungsweise Sachsen entsteht, wesentlich mitentwickelt. „Die Macher des Dresden Robotics Festival haben aus dem Stand eine
beeindruckende erste Veranstaltung geschaffen“, schätzte Franke ein. „Wir verstehen Dresden als Keimzelle des Robot Valley und empfinden die Fortsetzung des dazugehörigen Top-Branchenevents als Bereicherung für den Standort. Selbstverständlich stehen wir mit den Veranstaltern im Austausch, wie das gelingen kann.“

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: Interview Schulz, PK Franke, Oiger-Archiv

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger