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Gründer haben im Schnitt 4 Millionen Euro Kapitalbedarf

Der Finanzierungsbedarf junger Unternehmen in Deutschland steigt. Foto: Heiko Weckbrodt
Der Finanzierungsbedarf junger Unternehmen in Deutschland steigt. Foto: Heiko Weckbrodt

Bitkom-Umfrage: Geldbedarf steigt

Berlin, 28. Juni 2021. Junge Unternehmen in Deutschland haben im Schnitt vier Millionen Euro Finanzierungsbedarf und damit rund ein Fünftel mehr als in den Vorjahren. Das hat eine Umfrage im Auftrag des deutschen Digitalwirtschaftsverbandes „Bitkom“ unter reichlich 200 technologische orientierten Startups ergeben.

Viele kommen in die Wachstumsphase und brauchen mehr Geld

Bitkom-Präsident Achim Berg interpretiert den gestiegenen Kapitalbedarf als Indiz dafür, dass jetzt viele Gründungen in die Wachstumsphase kommen, in der sie mehr Geld brauchen: „Viele Startups haben ambitionierte Wachstumsziele und wollen international expandieren – das zeigt sich auch im steigenden Kapitalbedarf. Mehr Gründungen sind erfolgreich und in der Wachstumsphase angekommen, damit werden Finanzierungsrunden größer.“

Risikokapital-Zufluss wird von vielen nicht mehr als Problem gesehen

Die Zeiten, in denen Gründer über eine völlig unzureichende Risikokapital-Landschaft in Deutschland klagten, sind anscheinend auch vorbei: 83 Prozent der Jungunternehmer mit ungedecktem Kapitalbedarf halten es für sehr oder für eher wahrscheinlich, dass sie das benötigte Geld bekommen werden.

„Während des ersten Lockdowns im vergangenen Jahr gab es massive Sorgen, dass die Startup-Finanzierung großflächig einbricht“, erinnerte Berg. „Das hat sich zum Glück nicht bewahrheitet. Eine zentrale Aufgabe in der kommenden Legislaturperiode wird sein, die Wachstumsfinanzierung für Startups weiter zu verbessern, hier hat Deutschland im internationalen Vergleich immer noch Nachholbedarf.“

Autor: Heiko Weckbrodt

Quelle: Bitkom

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger