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Jeder zweite alte Sachse hat ein Smartphone

Für viele Senioren haben Internet, Videokonferenzen, Tablets und Smartphones im Corona-Ausnahmezustand stark an Bedeutung gewonnen. Foto: Heiko Weckbrodt
Für viele Senioren haben Internet, Videokonferenzen, Tablets und Smartphones im Corona-Ausnahmezustand stark an Bedeutung gewonnen. Foto: Heiko Weckbrodt

Die meisten Senioren haben Internetanschlüsse – und nutzen sie gerade in Corona-Zeiten, um Kontakt zu halten

Kamenz, 6. April 2021. Jeder zweite Seniorenhaushalt in Sachsen verfügt über mindestens ein Smartphone. Und drei Viertel der reichlich eine Million Senioren umfassenden Generation 65+ im Freistaat haben Internetanschlüsse. Das hat das statistische Landesamt in Kamenz mitgeteilt.

Im Ausnahmezustand besonders wichtig

Diese technische Ausstattung haben sich in der Corona-Zeit als zentral herausgestellt, schätzen die Landesstatistiker ein: „Etwa ein Drittel der Senioren führten Einpersonenhaushalte und war beziehungsweise ist durch die Kontaktbeschränkungen während der Corona-Pandemie besonders betroffen. Lediglich knapp vier Prozent lebten in größeren Haushalten“, heißt es in ihrer Mitteilung. „Zur Aufrechterhaltung von Kontakten, Videotelefonie oder Besorgung von Gebrauchsgütern in Zeiten von Kontaktbeschränkungen und Lockdown spielen Smartphones und das Internet eine wichtige Rolle.“

Viele Senioren sehen Digitalisierung nun positiver

Dieses Phänomen ist bundesweit zu beobachten: „Gerade für Senioren als durch Covid-19 besonders gefährdete Personen sind digitale Technologien ganz entscheidend, um die Verbindung zu Familie und Freunden halten zu können“, hatte Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder vom deutschen Digitalwirtschaftsverband „Bitkom“ aus Berlin bereits im August 2020 eingeschätzt. Corona habe auch das Bild vieler Senioren auf die elektronische Transformation der Gesellschaft verändert: 40 Prozent der Älteren schätzten in einer Umfrage von „Bitkom Research“ ein, dass sie die Digitalisierung seit der Pandemie positiver sehen.

Jeder vierte Sachse gehört zur Generation 65+

Senioren nehmen einen wachsen Anteil in der Gesellschaft ein. Im Freistaat zum Beispiel ist mehr als jeder vierte Sachse 65 Jahre oder älter. Und die sächsische Bevölkerung wird laut den Prognosen der Statistiker auch in den kommenden Jahren weiter überaltern, vor allem jenseits der großen Städte. Besonders die Gruppe der Hochbetagten jenseits ab 85 Jahren wird demnach besonders stark zulegen. In diese Prognosen sind allerdings noch nicht Sondereffekte durch die Corona-Pandemie eingeflossen.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quelle: Stat. LA Sachsen

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Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger