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Corona-Schub für Videophonie

Abb.: Data Becker

43 % rufen nun öfter per Video-App an, 17 % testeten dies erstmals

Berlin, 21. Mai 2020. Die Deutschen verwenden Videotelefonate nun weit häufiger als vor der Corona-Krise, um mit Kindern, Großeltern und Freunden in Kontakt zu bleiben: 43 Prozent der Internetnutzer setzen nun öfter auf Videoanrufe per Whatsapp, Skype, Facetime oder Facebook-Messenger. 17 Prozent haben während der Ausgangssperren überhaupt erstmals die Videophonie ausprobiert – darunter viele Senioren. Das geht aus eine Umfrage von „Bitkom Research“ unter 1003 Deutschen im April 2020 ergeben.

Bitkom: Videoanrufe können schmerzhafte Distanz etwas ausgleichen

„Die Corona-Krise zwingt die Menschen zum Abstandhalten“, erklärt Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder vom deutschen Digitalwirtschafts-Verband „Bitkom“ aus Berlin. „Gerade für Familien ist das mitunter schmerzhaft, wenn Kinder nicht ihre Eltern und Enkelkinder nicht ihre Großeltern besuchen können. Das kann über Video-Anrufe ein Stück weit kompensiert werden“, meint Rohleder. „Auch nach der Krise wird der Videoanruf für viele Menschen die bevorzugte Kommunikationsvariante bleiben, vor allem, wenn man sich aufgrund großer räumlicher Distanzen nicht regelmäßig besuchen kann.“

Wer’s einmal probiert hat, tut’s auch wieder

Dies deckt sich auch mit Prognosen aus anderen Gesellschaftssphären: Durch die Corona-Krise habe es einen starken Schub für digitale Technologien gegeben, hieß es in den vergangenen Tagen immer wieder aus der Wirtschaft, dem Bildungssektor und dem Online-Handel. Nun, da viel mehr Deutsche als früher Heimarbeit, Videokonferenzen und Interneteinkäufe auch einmal ausprobiert und dabei auftauchende Fallstricke beseitigt haben, werde diese Nachfrage künftig wohl auch nicht wieder ganz auf das Vorkrisen-Niveau sinken wird, sondern sich verfestigen, mutmaßen viele Experten.

Autor: hw

Quellen: Bitkom, Oiger-Archiv

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger