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Corona-Konjunkturhilfe für Zuse

Braucht die EU einen eigenen Finanzminister mit eigenem Haushalt? Frankreich ist dafür, Deutschland eher dagegen, Foto: Heiko Weckbrodt
Foto: Heiko Weckbrodt

Industrieinstitute bekommen bis zu 50 Millionen Euro

Berlin, 3. Juli 2020. Die Zuse-Forschungsinstitute bekommen nun doch eine Corona-Konjunkturstütze vom Bund: Rund 50 Millionen Euro für gemeinnützige und privat finanzierte Forschungsinstitute sieht der Nachtragshaushalt vor, den der Bundestag verabschiedet hat. „Gegenüber den ursprünglichen Planungen konnten damit wichtige Verbesserungen im Interesse der Innovationsförderung erzielt werden“, begrüßte dies der Zuse-Gemeinschaft in Berlin.

Prof. Martin Bastian. Foto: SKZ
Prof. Martin Bastian. Foto: SKZ

Zuse-Präsident: Praxisnahe Innovationen sind unverzichtbar

„Damit Deutschland sich aus der Krise befreit, sind praxisnahe Innovationen unverzichtbar, die an unseren Instituten in Kooperation mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft entstehen“, kommentierte Zuse-Präsident Prof. Martin Bastian. „Die jetzt verabschiedete Regelung gibt uns eine echte Hilfe zur Selbsthilfe.“

Über die Zuse-Gemeinschaft

In der Zuse-Gemeinschaft kooperieren 75 deutsche Forschungs-Institute, die weder zu Unis gehören noch zu den großen außeruniversitären und staatlichen kofinanzierten Verbünden wie Helmholtz, Planck, Fraunhofer oder Leibniz gehören. Sie sind teils als gemeinnützige GmbHs, als Stiftungen oder als Verein organisiert. Meist handelt es sich um wissenschaftliche Einrichtungen, die für eine ganz bestimmte Industriebranche forschen und von dieser auch finanziert werden. Viele dieser Institute sind in Ostdeutschland angesiedelt und sind teilweise aus den Querschnitts-Wissenschaftszentren der Kombinate hervorgegangen. Allein in Sachsen gibt es 19 Zuse-Institute. Benannt ist die Gemeinschaft nach dem deutschen Computerpionier und Unternehmer Konrad Zuse.

Autor: hw

Quellen: Zuse-Gemeinschaft, Oiger-Archiv

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger