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Laserhologramme gegen Autokennzeichen-Fälscher

Die Fraunhofer-Ingenieure des IWS Dresden haben gemeinsam mit der Siegener Firma Utsch Sicherheitshologramme entwickelt, die direkt aufs Blech aufgelasert werden können. Abb.: Erich Utsch AG
Die Fraunhofer-Ingenieure des IWS Dresden haben gemeinsam mit der Siegener Firma Utsch Sicherheitshologramme entwickelt, die direkt aufs Blech aufgelasert werden können. Abb.: Erich Utsch AG

Ingenieure aus Dresden entwickeln neue Sicherheitsverfahren gegen Produktpiraterie

Dresden, 27. Februar 2018. Dresdner Fraunhofer-Ingenieure haben ein Verfahren entwickelt, um Autokennzeichen gegen plumpe Fälscher zu sichern. Dabei erzeugt ein Laser Sicherheitshologramme direkt auf dem Kennzeichen-Blech. Teure Aufklebetiketten werden nicht mehr benötigt, versicherten die Entwickler. Interessant sei dieses Verfahren vor allem für Länder, in denen die Kennzeichen-Vergabe nicht so strikt reguliert sei wie in Deutschland, erklärte Dr. Tim Kunze, der im Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden die Forschungsgruppe für Oberflächenfunktionalisierung leitet. Das Verfahren sei preiswerter und einfacher einzusetzen als bisherige Sicherheitshologramm-Etiketten. Entwickelt wurde es gemeinsam mit der Siegener Kennzeichen-Firma Erich Utsch AG.

Die Antifälscher-Hologramme waren aber nur eine von zahlreichen neuen Technologien, die das IWS auf seinem jüngsten Lasersymposium vorgestellt hat. Auch neuartige Verfahren, um im Auto- und Flugzeugbau zum Beispiel Stahl und Leichtbau-Verbundstoffe „ohne Klebstoff zusammenzukleben, wurden vorgestellt und viele andere laserbasierte Industrieprozesse. Immerhin rund 400 Teilnehmer aus der ganzen Welt konnten die Dresdner Fraunhofer-Ingenieure für ihr Symposium gewinnen, das in diesem Jahr unter dem Leitthema „Industrie 4.0“ stand. hw

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger

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