Heiße Hybrid-Öfen brennen in Thüringen mit Wasserstoff

Fraunhofer-Keramikforscherin sieht Chancen in Keramik und Metallindustrie
Arnstadt, 23. November 2025. Um den Umstieg der Keramik- und Metallindustrie auf umweltfreundlichere Brenntechnologien zu erleichtert, haben Fraunhofer-Keramikforscher im thüringischen Arnstadt eine neue Generation von Hochtemperatur-Öfen entwickelt. Die lassen sich mit Wasserstoff ebenso wie mit Erdgas befeuern – und lassen dadurch auch direkte Vergleiche in der laufenden Produktion zu. Dies bietet Unternehmen die Möglichkeit, auf klimafreundliche Wasserstofföfen umzustellen“, betont das Mutterinstitut der Hermsdorfer, das Dresdner Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS).
„Weltweit einzigartig“
Diese neuen Hybrid-Öfen seien „weltweit einzigartig“, schätzt IKTS-Gruppenleiterin Dr. Olga Ravkina ein. „Denn damit sind wir in der Lage, Brennprozesse mit Erdgas sowie mit Wasserstoff an verschiedenen keramischen Werkstoffen oder Metallen vergleichend zu untersuchen. Der Einfluss des Brenngaswechsels auf die finale Produktqualität lässt sich auf diese Weise sehr gut beurteilen.“
Interessant sei der Kombi-Ofen für mehrere Branchen: „Unser Fokus liegt zunächst auf Herstellern von Keramikprodukten, egal ob Industriekeramik, Sanitärkeramik oder Haushaltskeramik“, betont Olga Ravkina. „Doch auch Produzenten von Metallteilen, die mit Hochtemperaturprozessen zu tun haben, wollen wir ansprechen.“
Autor: Oiger
Quelle: IKTS

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