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Mit Lego zur Software

Miko, Nora und Sabrina Paffe üben Programmiertechnologien am Lego-Modell. Foto: Sabine Mutschke für ZDI
Miko, Nora und Sabrina Paffe üben Programmiertechnologien am Lego-Modell. Foto: Sabine Mutschke für ZDI

Am Aktionstag „Schau rein!“ zeigte Zeiss Digital Innovation in Dresden mit Lego-Bausteinen moderne Softwareentwicklung

Dresden, 21. März 2025. Für viele Schülerinnen und Schüler ist die Aktionswoche „Schau rein!“ längst eine wichtige Inspirationsquelle für ihren Berufswunsch. Dieses Jahr hatten 1500 sächsische Betriebe für „Schau Rein!“ ihre Türen geöffnet, darunter die „Zeiss Digital Innovation“ in Dresden. Das informationstechnologische (IT) Unternehmen war nach der großen Resonanz im Vorjahr zum zweiten Mal dabei und lud 18 Schülerinnen und Schüler zu sich ein.

Doch zunächst stellte sich die Frage, was es in einem Softwareunternehmen eigentlich zu sehen gibt. Monitore, Rechner, einen riesigen Serverraum? Wie macht man den Prozess der Software-Entwicklung sichtbar? Dazu hatte das Team schon 2024 eine zündende Idee, die bei den Schülern so viel Anklang fand, dass die Plätze lange vorher ausgebucht waren. Dazu wurden Kisten voller Legobausteine organisiert, um mit ihrer Hilfe den Prozess der Softwareentwicklung und vor allem die Zusammenarbeit im Team erlebbar zu machen.

„Das Klischee vom einsamen Programmierer ist völlig veraltet“

Sabrina Paffe, „Scrum Masterin“ bei Zeiss Digital Innovation, betreute den Workshop: „Softwareentwicklung ist meistens Teamarbeit, das Klischee vom einsamen Programmierer ist völlig veraltet. Da die Teammitglieder oft an verschiedenen Orten arbeiten, ist die klare Arbeitsteilung und die Kommunikation sehr wichtig und typisch für unseren Beruf.“

Jeder baut seine Teile der Lego-Stadt – am Ende müssen sie zusammenpassen

Genau das wollte sie den Schülern zeigen und ließ sie, aufgeteilt in zwei Gruppen und nach genauen Vorgaben, eine kleine Lego-Stadt errichten. Fünf Arbeitsschritte bauten aufeinander auf und wurden jeweils diskutiert, bevor es weiter ging. Dabei wurde jedem klar, wie wichtig es ist, miteinander zu sprechen. Da die Grundplatten der beiden Gruppen zum Schluss vereint werden sollten, musste der Verlauf der Straßen gemeinsam geplant werden. Und für die komplett weiße Villa oder die rote Feuerwache mussten sie auch Steine vom anderen Team organisieren.

Beide Gruppen waren mit großem Elan bei der Sache. Der 13-jährige Miko möchte später ohnehin eine technische Richtung einschlagen. Er war von dem großen Praxisteil überrascht: „Ich habe vor allem Vorträge über die Firma erwartet. Dass wir so viele praktische Aufgaben bekamen, war super.“ Die 14-jährige Nora fand es spannend, dass ein IT-Unternehmen einen Workshop mit Lego anbot. „Es hat viel Spaß gemacht, in zwei Teams und trotzdem an einem Projekt zuarbeiten“, erzählt sie. „Für jede Aufgabe waren 10 Minuten Zeit und wir haben gemerkt, wie wichtig es ist, Arbeitsschritte aufzuteilen und sich gegenseitig zu helfen.“

Für Sabrina Paffe ist mit dieser Erkenntnis ein wichtiges Ziel ihres Workshops erreicht: „Mir war als Schülerin auch nicht klar, dass man in der IT so viel im Team arbeitet und ständig im Austausch ist. Die „Schau rein!“-Tage sind ein toller Anlass, um auf die Vielfalt der Berufe in unserer Branche aufmerksam zu machen.“

Autor: Sabine Mutschke

Hinweis: Die Autorin hat den Text im Auftrag von Zeiss verfasst

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt