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Schweden forschen an Ätzprozessen für Leistungs-Chips

Mit der atomarern Ätz-Spalt-Technik von Alixlabs bearbeiteter Wafer. Foto: Alixlab
Mit der atomarern Ätz-Spalt-Technik von Alixlabs bearbeiteter Wafer. Foto: Alixlab

Alixlabs und Uni Linköping kooperieren bei GaN und InN-Halbleitern

Linköping/Lund/Dresden, 4. Februar 2025. Das schwedische Mikroelektronik-Unternehmen „Alixlabs“ aus Lund und die Uni Linköping wollen an Leistungshalbleitern aus Galliumnitrid (GaN) und Indiumnitrid (InN) forschen. Das hat Alixlabs heute mitgeteilt. Im Fokus stehen dabei die Ablagerungs- und Ätzprozesse für die Chipindustrie.

Parallele Forschungen geplant

„Unser Ziel ist es, unser Forschungsportfolio über die Ätzung hinaus zu erweitern, was die Spezialität von Alixlabs ist“, betonte Chemie-Professor Henrik Pedersen von der Uni Linköping. „Während unserer ersten Forschungsphase haben wir festgestellt, dass wir in unseren Universitätslabors die gleichen Plasma-Ätzgeräte haben wie Alixlabs in seiner Heimatbasis in Lund, was bedeutet, dass wir parallel forschen können.“

Alixlabs rechnet mit neuen Einsatzfeldern für seine Chip-Ätztechnik

Für Alixlabs wiederum eröffnet die Kooperation mit der Uni Chancen, die eigenen Ätz- und Spalt-Technologien über den Einsatz für die Produktion hochintegrierter Silizium-Chips hinaus auch für die Herstellung von Leistungshalbleitern verwendbar zu machen. Die wiederum werden für energiesparende Funktechnik (RF), Solar- und Windparks, Handy-Netzteile, Elektroautos und dergleichen elektrische Geräte und Anlagen gebraucht. „Unser Ziel ist es, Wege zu finden, um unsere Prozesse für die Verwendung in Materialien jenseits von Silizium zu qualifizieren, und wir fanden bedeutende Synergien zwischen unseren Labors in Bezug auf Galliumnitrid und Indiumnitrid“, meint Alixlabs-Chef Jonas Sundqvist. Diese Technologien könnten wiederum dem mit 60 Millionen Euro dotierten „ALL2GaN“-Projekt zugute kommen, das von Infineon Österreich geleitet wird und an dem auch die Schweden beteiligt sind.

Bisher hatte sich Alixlabs vor allem auf Spalt- und Ätzprozesse fokussiert, mit denen sich besonders feine Silizium-Chipstrukturen erzeugen lassen. Diese Technologielinie treiben die Schweden vor allem in Sachsen voran und gründen dafür auch eine eigene Tochtergesellschaft in Dresden.

Autor: hw

Quellen: Alixlabs, All2GaN, Oiger-Archiv

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger