Sparsamere Klimatechnik gefragt: Kälteinstitut ILK Dresden baut seine Forschungen aus

Klimatechnik und Luftreinhaltung werden zu eigenen Hauptbereichen hochgestuft
Dresden, 8. Januar 2025. Angesichts hoher Energiekosten und Umweltauflagen sehen viele Betriebe einen steigenden Bedarf an neuer, sparsame Klimaanlagen, die zugleich für eine besonders hohe Luftqualität sorgt. Auf diesen Trend reagiert auch das „Institut für Luft- und Kältetechnik“ (ILK) in Dresden und stärkt seine Klimatechnik-Forschung. Daher übernimmt nun der Umwelttechnik-Ingenieur Christian Friebe die Leitung im nun separaten ILK-Forschungs-Hauptbereich „Klimatechnik“. Das hat das ILK mitgeteilt.
Energieeffizienz und Raumluftqualität stehen oben auf der Agenda
Fröbes Kollege Dr. Ralph Krause, der bisher die Arbeit an Klimatechnik und Luftreinhaltung in Personalunion geleitet hatte, sieht hohen Forschungsbedarf in diesen Technologie-Sektoren: können. „Die aktuellen Herausforderungen der Klimatechnik, wie beispielsweise Energieeffizienz und Raumluftqualität, brennen mir quasi unter den Nägeln“, meint er. „Die Forschungsprojekte dafür sind vorbereitet und warten auf ihren Start.“ Für die andere Forschungssparte, die Luftreinhaltung, ist nun der Ingenieur Ralf Heidenreich zuständig. Im Fokus stehen hier beispielsweise Luftfiltration, Aerosol-, Gas- und Spurenstoffabscheidung sowie Prüfungen von Biomasse-Verbrennungsanlagen und Gefahrstoff-Systemen.

Von Flüssigeis bis Kältekammer
Das ILK forscht an neuen kälte- und klimatechnischen Lösungen für die Energiewende, die Raumfahrt, Gebäudetechnik und Fabrikversorgung. Zu den besonders spektakulären Projekten der jüngeren Zeit gehört eine Flüssigeis-Technologie, mit der sich beispielsweise Seen und Flüsse als Energiespeicher für Fernheizungssysteme anzapfen lassen. Das private, gemeinnützige Institut gehört zu keiner Uni oder großen Forschungsgesellschaft, es geht auf die Branchen-Querschnittsforschungseinrichtungen aus DDR-Zeiten zurück. Derzeit beschäftigt es rund 160 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und kommt auf rund 16 Millionen Euro. Damit istdas ILK laut eigener Einschätzung eines der größten gemeinnützigen Forschungsunternehmen in Deutschland. Angesichts wachsender Aufträge aus der Industrie will die Institutsleitung um Prof. Uwe Franzke den ILK-Campus in Dresden-Striesen ausbauen.
Autor: hw
Quellen: ILK, Oiger-Archiv

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