Alixlabs steigt in Photonik ein

Schwedisch-sächsisches Elektronikunternehmen will mit atomarer Strukturtechnik heutige Lasertechnik verbessern
Lund/Löwen/Dresden, 27. August 2024. Das schwedisch-sächsische Elektronik-Unternehmen „Alixlabs“ will seine atomare Spalt-Ätz-Strukturierung „ALE“ nicht nur für die Chipproduktion, sondern künftig auch für die Lasertechnik einsetzen. In einem gemeinsamen Entwicklungsprojekt mit dem belgischen Chipforschungszentrum „Imec“ aus Löwen möchten die Schweden mit ihrer Technologie die Herstellung photonischer Ringresonatoren verbessern, wie sie beispielsweise für Laser-Kompasse gebraucht werden. Dafür bekomme Alixlabs auch einen Förderzuschuss vom „Photonhub Europe“, hat Alixlabs heute mitgeteilt.
„Photonik ist ein heißes Thema“
„Photonik ist ein heißes Thema der Zukunft der Halbleiterindustrie und wir sind bestrebt, die Anwendung unserer Technologie in diesem Bereich zu erkunden“, betont Alixlabs-Forschungsdirektor Reza Jafari Jam. Einsatzmöglichkeiten sieht er unter anderem in Kommunikations- und Medizingeräten wie auch Computern.
Bessere Signalqualität erwartet
Weil die Strukturierungstechnik von Alixlabs „eine präzise Materialmanipulation auf atomarer Ebene“ ermögliche, seien damit fehler- und schadensfreie Oberflächen für Photonikgeräte erzeugbar, hieß es vom Unternehmen. „Da die Oberflächenqualität direkt zu einer besseren Photonenextraktion und -übertragung beiträgt, wird erwartet, dass ALE in der Photonik zu zuverlässigeren Geräten mit höherer Signalqualität und verbesserten Betriebsqualitäten führt.“
Ausgründung der Uni Lund ist eng mit dem Silicon Saxony verbandelt
Alixlabs entstand 2019 als Ausgründung der Uni Lund in Südschweden. Geschäftsführer ist der sächsische Finnenschwede Dr. Jonas Sundqvist, der zuvor als Chemiker und Forscher bei Infineon, Qimonda, Fraunhofer und Globalfoundries in Dresden tätig war. Das Unternehmen hat sich auf eine spezielle Kombination aus Atomlagenätzen (ALE) und -spalten (APS) spezialisiert, mit der sich Strukturen erzeugen lassen, die nur wenige Nanometer (Millionstel Millimeter) klein sind. Den Einsatz in der Chipindustrie bereitet Alixlabs unter anderem in Pilotfabriken in Dresden vor. Mit dem nun gestarteten Projekt steigt das Unternehmen nun auch in die Photonik und Lasertechnik ein.
Autor: hw
Quellen: Alixlabs, Oiger-Archiv, Wikipedia

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